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15 Todesurteile nach Hochzeits-Massaker

Irak

15 Todesurteile nach Hochzeits-Massaker

Ein Gericht hat 15 Iraker zum Tode durch den Strang verurteilt, die rund 70 Angehörige einer Hochzeitsgesellschaft massakriert haben sollen. Das gab ein Justizsprecher am Donnerstag in der irakischen Hauptstadt bekannt. Bei dem Überfall in dem mehrheitlich von Schiiten bewohnten Bezirk Dujail nördlich von Bagdad waren 2006 nach Angaben der Justiz die Braut sowie mehrere weibliche Gäste des Hochzeitspaares vergewaltigt worden. Anschließend töteten die Angreifer alle Teilnehmer der Feier.

Große Empörung
Der Fall hatte im Irak für große Empörung gesorgt. Mehrere Politiker, darunter der schiitische Prediger Moktada al-Sadr, forderten die Todesstrafe für die Angeklagten. Einige der Verdächtigen waren erst vor etwa zwei Wochen gefasst worden. Ihre "Geständnisse" waren anschließend im staatlichen Fernsehen gezeigt worden.

Am vergangenen Freitag forderten Anhänger von Ministerpräsident Nuri al-Maliki bei einer Demonstration in Bagdad, die Täter sollten zum Tode verurteilt werden. Kritiker Al-Malikis werfen ihm vor, er habe den Fall in der Öffentlichkeit breitgetreten, um von seinem Versagen bei der Bekämpfung von Terrorgruppen abzulenken.

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