Video zum Thema Amoklauf von München: Waffe aus Darknet
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Er schrieb Manifest wie Breivik

Amoklauf nach "Nicht genügend"

Wie konnte der Schüler Ali Sonboly (18) zum Massenmörder werden? 70 Ermittler jagen derzeit der Antwort hinterher. Schon jetzt ergibt sich ein fast lückenloses Bild eines Teenagers, der seine Wahnsinnstat penibel plante.

Ego-Shooter: Täter übte 
seine Bluttat am Computer

Vor einem Jahr begann Sonboly mit den Vorbereitungen – das sagen die Ermittler nach Auswertung seiner vielen Computerdaten.

  • Die Pistole, eine Glock 17, besorgte sich der Schüler im Dark­net – eine Art Geheim-Internet, in dem auch Drogen und Waffen zu bekommen sind.
  • Offenbar hinterlässt der Schüler ein Terror-Manifest zu seinen Taten – der Inhalt wird von der Polizei noch geheim gehalten.
  • Ali Sonboly verherrlichte Amokläufer. Er reiste extra nach Winnenden, um Fotos am Tatort eines Amoklaufs zu machen. 2009 erschoss dort Tim Kretschmer (†17) an seiner Schule 15 Menschen. Auch Anders Breivik war Vorbild: Er tötete vor exakt fünf Jahren 77 Menschen in Norwegen.
  • Wie fast alle Amokläufer der vergangenen Jahre übte der Teenager seine Tat vorab am Computer. Er spielte stundenlang das Ego-Shooter-Spiel Counter Strike.
  • Der Killer legte sich ein gefälschtes Facebook-Profil an. Er täuschte vor, ein junges, türkisches Mädchen zu sein und bat Jugendliche zu einem Treffen bei McDonald’s – dort begann er sein Blutbad.

Amokläufer 2 Monate in Psycho-Klinik behandelt

Ali Sonboly war psychisch krank. Im Vorjahr verbrachte er zwei Monate in einer Klinik wegen einer Angststörung. Danach wurde er weiterhin psychiatrisch betreut. Der Schüler hatte Probleme im Umgang mit anderen Menschen, erklärt die Polizei.

Schultag war der letzte Auslöser für Wahnsinns-Tat

Kriminalpsychologen werden intensiv im schulischen Umfeld recherchieren. Der Deutsch-Iraner hatte hier massive Schwierigkeiten. Er wurde von Mitschülern gemobbt. Offenbar litt er auch an ADHS, einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitäts-Störung.

Der Schultag am Freitag könnte der letzte Auslöser für die Bluttat gewesen sein: Sonboly hat eine Prüfung nicht bestanden. Kurze Zeit später begann sein Amoklauf im McDonald’s – insgesamt schoss er 57 Mal. Der Blutrausch endet mit neun Toten und 35 Verletzten. Sein Vater erkannte noch während der Tat seinen Sohn im TV, rief bei der Polizei an.

Gegen 20.30 Uhr finden Polizisten endlich den jugendlichen Täter – er erschießt sich direkt vor ihren Augen.

Polizei nimmt 16-jährigen Mitwisser in München fest

Gestern nahm die Münchner Polizei einen möglichen Mitwisser fest. Es handelt sich um einen 16-jährigen, der Sonboly in der Psychiatrie kennengelernt hat. Er dürfte von Sonbolys Plänen gewusst haben.

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