Europas Luftraum sperrt wieder auf Europas Luftraum sperrt wieder auf

Nach der Asche-Wolke

© Reuters

 

Europas Luftraum sperrt wieder auf

22:46 Uhr: In Polen dürfen ab Mittwochmorgen 7 Uhr wieder Flugzeuge starten und landen.

22:27 Uhr: Der in Wiener Neustadt beheimatete Flugzeughersteller Diamond Aircraft hat Messungen der Vulkanaschekonzentration über Österreich gestartet.

22:06 Uhr: Der britische Luftraum wird nach fünf Tagen Stillstand am Dienstagabend um 23 Uhr MEZ wieder geöffnet.

22:04 Uhr: Experten sehen Anzeichen für ein generelles Abflauen der vulkanischen Tätigkeit an der Eruptionsstelle.

21:45 Uhr: Der Himmel über der Gegend des Vulkans unter dem Eyjafjalla-Gletscher an der isländischen Südküste hat am Dienstag erstmals seit dem folgenschweren Ausbruch von vergangener Woche wieder aufgeklart.

21:23 Uhr: Nokia hat infolge der Flugverbote die Handy-Produktion in seinem rumänischen Werk unterbrochen. Grund sind Lieferengpässe bei Bauteilen, die nach Jucu bei Cluj per Luftfracht geliefert werden.

20:54 Uhr: Die Austrian Airlines haben die Bestimmungen zu Umbuchungen und Stornos zusammengefasst. Wenn der Flug aufgrund des Vulkanausbruchs gestrichen wird, haben Reisende folgende Möglichkeiten:

  • Die buchende Stelle bucht nach Verfügbarkeit in der selben Serviceklasse auf einen anderen Flug um.
  • Das Ticket wird refundiert.
  • Wenn Passagiere statt einem gestrichenen Hinflug alternativ anreisen möchten, können diese auch nur den Rückflug in Anspruch nehmen und erhalten den Hinfluganteil refundiert. Abflugs- oder Zielort müssen dabei gleichbleiben. Das geht nicht automatisch, die Buchung muss dazu vor dem Hinflug bearbeitet werden.
  • Wenn der Flug nicht gestrichen wurde und der Kunde trotzdem umbuchen möchten, kann er das bis inklusive 22. April tun, wenn derselbe Tarif verfügbar ist und das Ticket bis 20. April ausgestellt wurde. Die Reise muss in diesem Fall vor dem 31. Mai oder innerhalb der Gültigkeit des Tickets beginnen - je nachdem welcher Zeitraum länger ist.

20:28 Uhr: Auch im Süden Grönlands ist am Dienstag der Luftraum wegen der Aschewolke gesperrt worden. Das Flugverbot betreffe vor allem den Flughafen von Nuuk und gelte ab Dienstag 14.00 Uhr bis mindestens Mittwoch 2.00 Uhr (beides MESZ).

19:56 Uhr: Der isländische Vulkan produziert nach Angaben von Meteorologen inzwischen eine tiefer hängende Asche-Wolke, die mehr Lava und weniger Asche als bisher enthält. Die Wolke treibe nach Aussage eines Piloten auf knapp 5.000 Metern Höhe, einen Kilometer tiefer als zuvor, sagte der Meteorologe Björn Einarsson.

19:37 Uhr: Nach Angaben der europäischen Flugsicherheitsagentur Eurocontrol ist der gesamte Luftraum in Europa oberhalb von 20.000 Fuß (6.100 Metern) für den Luftverkehr freigegeben. Ausgenommen sei lediglich Finnland, wo noch ein vollständiges Flugverbot gelte.

19:16 Uhr: Notleidende Airlines und Flughäfen in Europa verlangen wegen ihrer Millionenverluste infolge des Flugverbots immer lauter staatliche Unterstützung. Die Unternehmen fordern von ihren jeweiligen Staaten Finanzspritzen für Notfall-Leistungen wie beispielsweise Verpflegung und Übernachtungen für gestrandete Passagiere. Dies müsse europaweit abgestimmt werden.

18:55 Uhr: Die Deutsche Flugsicherung hat ihre Sperrungen im deutschen Luftraum bis Mittwoch 2.00 Uhr verlängert. Sichtflüge sind allerdings weiterhin möglich. Zudem wird der Luftraum an den beiden Flughäfen Hamburg und Bremen zwischen 23.00 und 2.00 Uhr komplett freigegeben, so dass dort auch wieder normale Flüge stattfinden können.

18:53 Uhr: Die Bewegung der Vulkanaschewolke aus Island ist nach Erkenntnissen niederländischer Forscher mit Hilfe von Computermodellen weitgehend präzise berechnet worden.

18:29 Uhr: Auf Deutschlands größtem Airport in Frankfurt sind die Kerosinlager wegen des Flugverbots der vergangenen Tage randvoll. Auf dem globalen Kerosinmarkt hat das Flugverbot über Teilen Europas Experten zufolge für eine deutliche Nachfragedelle gesorgt. Allein am Dienstag dürfte der Kerosinbedarf weltweit um knapp ein Fünftel beziehungsweise 900.000 Barrel (je 159 Liter) eingebrochen sein, schätzte Johannes Benigni von JBC Energy Consultants.

18:13 Uhr: Die Lufthansa hat bei zwei Flugzeugen aus den USA nach deren Landung in Düsseldorf Staubrückstände entdeckt. Es sei aber auszuschließen, dass es sich dabei um Vulkanasche handelt, teilte die Fluggesellschaft mit.

18:09 Uhr: Für die ÖBB hat der Vulkanausbruch deutlich mehr Geld in die Kassen gespült. Österreichweit sei der Umsatz im Personenverkehr alleine am Wochenende (Freitag bis Sonntag) von 3,2 Mio. auf über 6 Mio. Euro gestiegen. Am Westbahnhof, Drehscheibe für die meisten gestrandeten Passagiere, wurde der Umsatz am Wochenende sogar ums Viereinhalbfache gesteigert.

asche_prognose Vulkanasche - Prognostizierte Ausbreitung für Mittwoch (C) APA

17:45 Uhr: BMW stoppt die Autoproduktion in drei deutschen Werken, weil aufgrund des Flugverbots elektronische Bauteile fehlen. Nissan kündigte für Mittwoch einen Produktionsstopp in den japanischen Autofabriken Oppama und Kyushu an. Weil Luftdrucksensoren aus Irland nicht eingeflogen werden könnten, könnten 2.000 Autos nicht fertiggestellt werden.

17:23 Uhr: Isländische Medien warenen, dass auch Katla ("Großer Topf"), ein Vulkan in der direkten Nachbarschaft des Eyjafjallajökull, wieder aktiv werden kann. Das wäre ein Riesenausbruch. "Jetzt haben wir einen Krater von 500 Metern. Auf dem Katla wären es dann vielleicht zehn Kilometer", begründet ein Anwohner im Fernsehen, warum diese Möglichkeit für die Isländer als die wirklich ernste Gefahr gilt.

asch1 Ein Mitglied des deutschem Luftfahrts-Krisen-Komitees erklärt die aktuelle Lage (C) EPA

17:02 Uhr: Viele Reisende kommen wegen der Aschewolke zwar seit Tagen nicht mehr aus Großbritannien weg, dafür haben sie dort nun freien Eintritt zu einigen Sehenswürdigkeiten. Gestrandete Besucher aus dem Ausland dürfen Gärten, Schlösser und Denkmäler des National Trust gratis besuchen. Die Reisenden müssen dazu ihren Pass und ein Flugticket für den Zeitraum vorzeigen, in dem Flüge wegen der Vulkanasche gestrichen wurden.

16:41 Uhr: Die Vulkanasche behindert auch die höchsten europäischen Währungshüter. Die Europäische Zentralbank (EZB) teilte am mit, die routinemäßige Sitzung des EZB-Rates werde am Donnerstag nur als Telefonkonferenz stattfinden.

16:29 Uhr: Der stark eingeschränkte Flugverkehr über Europa macht Unternehmen in vielen Ländern zu schaffen - von Fischzüchtern in Norwegen über Blumenzüchter in Kenia bis zu Notebook-Herstellern in Japan.

16:02 Uhr: Die Wirtschaftskammer (WKÖ) wertet den durch die Vulkanasche in Österreich hervorgerufenen wirtschaftlichen Schaden als "überschaubar". Nach derzeitigem Stand werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal durch die bisherigen Flugausfälle um rund 50 Millionen Euro, also einen Zehntelprozentpunkt, geringer ausfallen.

15:47 Uhr: Die isländischen Behörden teilten mit, in drei Kratern des Vulkans komme es noch zu "beträchtlichen" Eruptionen. In der Rauchwolke befinde sich aber immer weniger Asche. Die Wissenschafterin Sigrun Hreinsdottir sagte, der Vulkan ziehe sich weiter zusammen, was ein gutes Zeichen sei. Eine Intensivierung der Eruptionen gebe es nicht. Dagegen hatte die britischen Luftfahrtbehörde NATS mitgeteilt, die Eruptionen gewännen wieder an Stärke und es treibe eine neue Aschewolke auf Großbritannien zu.

15:31 Uhr: Momentan sind mehr als 350 Flugzeuge im europäischen Raum in der Luft.

radar (C) RadarVirtuel.com

asche2 Passagiere die nach England fliegen wollen, müssen weiterhin auf Alternativen ausweichen .(c) EPA

15:01 Uhr: Am Grazer Flughafen sind am frühen Dienstagnachmittag 21 von 55 für den Tag vorgesehenen Flugbewegungen storniert worden. Storniert werden mussten vorerst Flüge nach München, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt.

14:49 Uhr: Die Austrian Airlines bieten weiter Verbindungen auf dem Straßenweg an. Autobus statt Airbus lautete gewissermaßen das Motto. Neun Städte wurden mit vorerst sechs Kursen angefahren. Laut AUA-Sprecher Martin Hehemann gab es am Dienstagvormittag Verbindungen nach Brüssel, Düsseldorf (via München) und Mailand (via Venedig). Am Nachmittag wurden Busse nach Bologna, Hamburg (via Berlin) und nach Tallinn in Estland angeboten.

asche1 Mit Kriegsschiffen holt die britische Royal Navy gestrandete Passagiere aus Spanien ab. (c) Reuters

14:38 Uhr: Die ÖBB verzeichneten auch am Dienstag einen vehementen Zustrom von gestrandeten Fluggästen. "Die Spitze dürfte jetzt überwunden sein, aber ein sehr starker Reiseandrang ist nach wie vor zu spüren", erklärte Unternehmenssprecher Thomas Berger Die Züge und Waggons würden daher weiterhin aufgestockt.

14:29 Uhr: Eine deutliche Erhöhung von Feinstaub-Partikeln in der Wiener Luft melden Physiker der Gruppe Aerosol- und Umweltphysik der Uni Wien. Als besonders bedenklich beim Einatmen gelten Nano-Teilchen mit einer Größe von unter 100 Nanometern "Genau dieser Anteil war von Samstagabend bis Sonntag früh bis zum Dreifachen des Normalwertes erhöht", erklärte die Physikerin Nayla Sabbagh

14:14 Uhr: Die Aschewolke wird nach Einschätzung der Weltwetterorganisation (WMO) Ende der Woche Richtung Nordpol abdrehen. Grund dafür sei ein Tiefdruckgebiet, das sich dann über Island entwickeln und zu neuen Winden führen werdet. Die ZAMG warnt aber, dass aufgrund der Nordwestlichen Höhenströmung ab Mittwochnachmittag bzw. Abend mit einem Durchzug von frischem Material aus Island gerechnet werden muss.

14:06 Uhr: Nach Auskunft von Eurocontrol hat es seit Montag wieder eine Besserung der Situation gegeben, und am heutigen Dienstag dürften mit 14.000 geschätzten Flügen bereits 53 Prozent der Normalzahl erreicht werden. Die EU-Kommission sprach sogar von 14.500 Flügen.

13:49 Uhr: Die Flughäfen Europas füllen sich wieder mit Reisenden, wie zum Beispiel in Paris:

flughafen_paris (c) EPA

13:46 Uhr: Kanzler Faymann (SP) sein Vize Pröll (VP) sprechen sich gegen einen Zuschuss für die Airlines aus. Minister Mitterlehner (VP) will noch darüber diskutieren.

13:32 Uhr: Gemäß der neuen Gefährdungseinteilung der EU in drei Zonen schwankt Österreich immer wieder zwischen kontaminierter (Zone zwei) und unbelasteter Stufe (Zone drei). Flüge sind daher generell gestattet, die Entscheidung und Verantwortung welche Routen geflogen werden können, liegt aber bei den Airlines und Piloten.

13:17 Uhr: Der Vulkan, der Europas Luftverkehr in die Knie gezwungen hat, soll "Kreppa" heißen. Das ist das isländische Wort für "Wirtschaftskrise" und ein Vorschlag von selbstironischen Studenten im Internetforum Facebook. Denn die Krise mit einer monumentalen Verschuldung des kompletten Landes hat die Nachfahren der Wikinger viel, viel härter getroffen als Lava und Asche aus dem Gletschervulkan.

12.44 Uhr: Im Folgenden eine Übersicht der geöffneten und der gesperrten Flughäfen in Europa.

  • ÖSTERREICH - Luftraum seit Montag 05.00 Uhr wieder offen.
    DEUTSCHLAND - Luftraum bis 20.00 Uhr gesperrt. Bis dahin sind nur Flüge mit Ausnahmegenehmigungen möglich, wobei die Piloten auf Sicht im nicht gesperrten Luftraum unter der Aschewolke fliegen müssten.
    SCHWEIZ - Luftraum seit Dienstag 08.00 Uhr wieder offen.
    BOSNIEN - Flughäfen offen.
    BULGARIEN - Luftraum und alle Flughäfen offen.
    DÄNEMARK - Luftraum für Flüge über 6.000 Meter offen. Luftraum darunter bleibt bis mindestens Mittwoch 2.00 Uhr gesperrt.
    ESTLAND - Luftraum von 9.00 Uhr bis mindestens 14.00 Uhr gesperrt, weil Aschewolke über den Norden des Landes zieht.
    FINNLAND - Luftraum bis 17.00 Uhr gesperrt.
    FRANKREICH - Französische Fluggesellschaften wollen am Dienstag versuchen, Dreiviertel ihrer Langstreckenflüge von Paris aus wieder aufzunehmen sowie ein Viertel der Inlandsflüge.
    GROSSBRITANNIEN - Luftraum über Schottland offen, ansonsten für Flüge unterhalb 6.000 Meter gesperrt. Um 20.00 Uhr will die Luftfahrtbehörde über das weitere Vorgehen entscheiden.
    IRLAND - Luftraum mindestens bis mindestens 14.00 Uhr gesperrt.
    ITALIEN - Luftraum sollte um 8.00 Uhr wieder freigegeben werden.
    NIEDERLANDE - Von Amsterdam starteten ab Montag 20.00 Uhr wieder Passagierflüge.
    NORWEGEN - Luftraum teilweise gesperrt, Details liegen noch nicht vor.
    POLEN - Luftraum wurde am Dienstagmorgen wieder gesperrt.
    RUSSLAND - Alle Flughäfen offen; Aeroflot fliegt über den Nordpol in die USA.
    SCHWEDEN - Luftraum nördlich der Linie Göteborg/Stockholm offen. Scandinavian-Inlandsverkehr in nicht gesperrtem Teil sowie Flüge zwischen Stockholm und Oslo finden statt.
    SERBIEN - Flughäfen offen.
    SLOWAKEI - Östlicher Luftraum offen, andere Sektoren für Flüge unterhalb 7.500 Meter gesperrt. Flughafen Bratislava bleibt vorerst geschlossen.
    SPANIEN - 17 Flughäfen in Betrieb.
    TSCHECHIEN - Luftraum seit Montag 12.00 Uhr offen.
    UNGARN - Luftraum wieder vollständig geöffnet.

12:23 Uhr: Der deutsche Luftraum bleibt noch bis heute 20 Uhr geschlossen.

12:21 Uhr: Der Flugverkehr in Österreich ist laut Austro Control bis auf weiteres gestattet, aus Sicht der Meteorologen könnte sich die Situation aber bereits ab Mittwoch wieder zuspitzen: Eine neue Wolke, die sich derzeit über Großbritannien befinde, bewege sich durch die derzeitige Nordwest-Strömung genau nach Österreich. "Es kommt die Luft vom Vulkan relativ in unsere Richtung", so ein Experte.

12:06 Uhr: Flyniki: "Wir fliegen fast alles". Laut eigener Aussage hat die Airline Fly Niki zu Mittag keine Ausfälle mehr - nur in der Früh gab es Probleme.

11:46 Uhr: Der Luftraum ist über 75 Prozent des europäischen Festlandes wieder geöffnet. Bis 10.00 Uhr hat man es geschafft, 10.000 der 27.500 planmäßigen Flüge abzuwickeln.

11:21 Uhr: Der Luftraum über Großbritannien bleibt wegen der Vulkan-Aschewolke bis mindestens 20.00 Uhr weitgehend geschlossen. Damit bleibt Europas wichtigstes Drehkreuz, der Londoner Flughafen Heathrow, von den Behinderungen betroffen.

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(co) AP. In Großbritannien heißt es weiterhin: Nichts geht.

11:06 Uhr: Mitterlehner meint, dass es in Sachen Schadensersatz für die Fluglinien ein EU-weites Vorgehen geben wird. Der deutsche FDP-Wirtschaftsministers Rainer Brüderle hat jedenfalls keine Lust, Geld auszugeben. Er meint, die Airlines sollen sich selbst helfen.

11:02 Uhr: ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner schließt finanzielle Entschädigungen für die Ausfälle der Airlines nicht aus. Derzeit werde erst einmal der wirtschaftliche Schaden erhoben.

10:29 Uhr: Die AUA peilt heute nahezu Vollbetrieb an. Ziel ist es, mehr als 90 Prozent der Flüge durchzuführen.

10:21 Uhr: In Belgien haben die Flughäfen ihren Betrieb wieder aufgenommen. In der Hauptstadt Brüssel landete in der Früh eine erste Maschine aus dem türkischen Antalya.

10:14 Uhr: Die Pariser Flughäfen Roissy und Orly haben am Dienstag den Verkehr wieder aufgenommen.

09:49 Uhr: Zum ersten Mal seit vier Tagen ist in Japan wieder ein Flugzeug aus Europa angekommen. Die Maschine der Japan Airlines ist aus Moskau kommend in Tokio gelandet.

09:27 Uhr: Wifo-Experte Markus Marterbauer gibt Entwarnung: Er sieht durch die Vulkanasche-Flugverbote keine größeren Auswirkungen auf die Volkswirtschaft. Seiner Ansicht nach hält die Konjunkturprognose. Dramatisch würde die Situation erst, wenn der Flugverkehr über Monate ausfallen würde.

09:13 Uhr: Überraschung: Wegen der schwierigen Situation im italienische Flug- und Bahnverkehr haben die Gewerkschaften den geplanten Streik im Bahn- und Nahverkehr abgesagt.

09:07 Uhr: Italien ist auch wieder im Spiel. Die ersten Alitalia-Jets haben kurz nach 8 Uhr vom Mailänder Flughafen Malpensa abgehoben. Nachdem die Leute der Lage aber noch nicht trauen, warten weiterhin lange Schlangen vor den Ticketschaltern der Hauptbahnhöfe in Mailand und Rom.

08:48 Uhr: Auch vom Flughafen Zürich hat kurz nach 8.00 Uhr die erste Maschine abgehoben. Die Aschewolke liegt zwar immer noch über der Schweiz, ihre Konzentration hat aber beträchtlich abgenommen.

08:42 Uhr: In Frankreich haben die ersten Flughäfen im Norden den Betrieb aufgenommen. Auch an den beiden Pariser Flughäfen hat es Abflüge und Landungen gegeben. Am Vormittag dürften 20 Prozent des üblichen Flugverkehrs abgewickelt werden. Die Air France hat in den vergangenen beiden Tagen ein Dutzend Testflüge unternommen.

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(co) Getty. Ein Air France Airbus landet in Paris-Orly.

08:21 Uhr: Polen hat wieder seinen Luftraum geschlossen. Auf allen Flughäfen des Landes ist ab sofort der Start von Passagiermaschinen untersagt. Gestern war der Betrieb auf vier polnischen Airports freigegeben worden.

08:10 Uhr: Die großen deutschen Fluglinien und Reisekonzerne haben laut der Zeitung "Die Welt" inoffiziell um staatliche Hilfe bei der Bundesregierung angefragt. Vor allem weil sie ein Service über die rechtliche Verpflichtung hinaus geleistet haben - Sie haben den Gestrandeten Hotels und Verpflegung bezahlt.

08:01 Uhr: Die AUA will heute ihr Streckennetz fast zur Gänze wieder befliegen. Gestern sind immerhin 190 Flüge durchgeführt worden, nach denen die Maschinen genau auf Asche untersucht worden sind. Diese Kontrollen sind auch in den kommenden Wochen vorgesehen.

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(co) AP. Erste Flieger können wieder in Europa landen.

07:51 Uhr: Für die British Airways sieht es noch nicht so gut aus. Die BA haben wegen der erwarteten neuen Aschewolke für Dienstag alle Kurzstreckenflüge gestrichen.

07:45 Uhr: In München will die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin ihr reguläres Programm wieder aufnehmen.

07:39 Uhr: Die Lufthansa will sich rasch ihrem Normalprogramm nähern. Heute sollen 457 Flüge abgewickelt werden. Das sind 40 % eines normalen Flugtages. Angesteuert werden deutsche Städte, aber auch weiter entfernte Ziele wie Peking, Phuket oder Kairo.

07:31 Uhr: Die Lufthansa hat mehrere solcher Ausnahmegenehmigungen beantragt. So versucht man, die gestrandeten Landsleute heimzuholen. In Frankfurt, München und Berlin sind in der Früh wieder erste Maschinen über die Start- und Landebahnen gerollt.

07:26 Uhr: Deutschland bleibt vorsichtig. Die grundsätzliche Sperre des Luftraums bleibt bis 14 Uhr bestehen. Allerdings sind einige Flüge zu Sonderkonditionen (Sichtflug) erlaubt, die Airlines müssen diese beantragen.

07:17 Uhr: Die Chefin des Vulkanologischen Institutes in Reykjavik, Rikke Pedersen, gibt zu bedenken, dass sich auch wieder neue Krater auf dem Gletscher öffnen könnten.

07:03 Uhr: Der Gletschervulkan auf Island schickt kaum noch Asche Richtung Europa. Das Meteorologische Institut in Reykjavik sagt zwar, dass der Vulkan unter dem Eyjafjallajökull unvermindert aktiv ist. Er stößt aber immer mehr Lava statt Wasserdampf und Asche aus.

Nach fünf Tagen Sperre ist der europäische Luftraum teilweise wieder geöffnet. Ab heute früh sind in bestimmten Zonen Starts und Landungen freigegeben. Auch in Österreich bleibt der Luftraum bis auf weiteres offen. Unterdessen dämpft die britische Flugsicherung Hoffnungen auf eine baldige Normalisierung des Luftverkehrs. Ihren Angaben zufolge bewegt sich eine neue Vulkanaschewolke auf Großbritannien zu.

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