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Hawking prophezeite Ende der Welt

Am Sterbebett

Hawking prophezeite Ende der Welt

Der britische Astrophysiker Stephen Hawking starb am frühen Morgen des 14. März friedlich in seinem Haus in Cambridge. Doch noch am Sterbebett beschäftigte sich der 76-Jährige mit der Entstehung des Universums. Gemeinsam mit Physiker Thomas Hertog von der Universität KU Leuven formulierte er Theorien zum möglichen Nachweis von Parallelwelten.

Laut der britischen Zeitung "Sunday Times" lieferte Hawking gemeinsam mit seinem belgischen Kollegen die mathematischen Grundlagen, um experimentell die Existenz eines Multiversums zu beweisen. Vor der Veröffentlichung in einem renommierten Fachmagazin wird die Theorie derzeit auf Plausibilität und Fehler überprüft.


Bahnbrechend

Sollte die Arbeit mit dem Titel "A Smooth Exit from Eternal Inflation" (Ein sanfter Ausstieg aus der ewigen Inflation) in der Wissenschaftswelt angenommen werden, so wäre dies ein bahnbrechendes Ereignis. Denn zu zeigen, dass unser Weltall nur eines von vielen Universen ist, war bisher nicht möglich.

Der Artikel greift frühere Theorien Hawkings auf, die die Entstehung des Universums nach dem Urknall beschreiben. Durch rasche Expansion soll laut Hawking aus einem winzigen Punkt unser heute existierendes Weltall entstanden sein. Diese Theorie stellte den Astrophysiker jedoch vor das Problem, dass seine Hypothese eine unendliche Zahl von zeitgleichen Urknallen zur Folge haben müsste, weshalb auch unzählige weitere Universen existieren müssten.


Ende der Welt

Bis zu seinem Lebensende arbeitete Hawking deshalb daran, seine Hypothese experimentell beweisen zu können - was ihm nun gemeinsam mit seinem Kollegen Hertog gelungen sein könnte.

Doch die letzte Arbeit des Wissenschaftlers zeigt außerdem das dunkle Schicksal unseres Universums: Wenn alle Sterne ihre Energie verloren haben, wird die Welt in Dunkelheit versinken.


Mahner

In seinen letzten Jahren trat Hawking immer wieder als Mahner auf. Intelligente Roboter, Klimaerwärmung, Atomkrieg und durch Gentechnik hergestellte Viren könnten die Erde gefährden, warnte er. Seine Botschaft: Die Menschheit müsse sich Ausweichmöglichkeiten im All schaffen, falls es zu einer hausgemachten Katastrophe kommen sollte. Gemeinsam mit dem russischen Milliardär Jurij Milner plante er, eine Armee nur etwa briefmarkengroßer Raumschiffe auf eine 20-jährige Reise zum Sternsystem Alpha Centauri zu schicken. Hawking war überzeugt: "Früher oder später müssen wir zu den Sternen schauen."

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