Ex-Präsident Katzav tritt Haftstrafe an

Israel

Ex-Präsident Katzav tritt Haftstrafe an

Vor Antritt seiner siebenjährigen Haftstrafe wegen Vergewaltigung hat der frühere israelische Präsident Moshe Katzav am Mittwoch seine Unschuld betont. Er warf dem Staat vor, ihn "lebendig zu begraben". Das israelische Fernsehen zeigte Katzav am Morgen beim Verlassen seines Hauses in der im Süden gelegenen Stadt Kirjat Malachi auf dem Weg zum Gefängnis in der Nähe von Tel Aviv.

Der Oberste Gerichtshof hatte es im November als erwiesen angesehen, dass der Politiker während seiner Zeit als Minister und später als Staatsoberhaupt eine ehemalige Mitarbeiterin vergewaltigt und zwei weitere Frauen sexuell belästigt hatte.

Strenge Überwachung aus Angst vor Selbstmord
Moshe Katzavs Zelle befindet sich in einem Trakt für strengreligiöse Juden. Die Häftlinge müssen dort religiöse Studien betreiben und haben keinen Zugang zu Fernsehen oder Zeitungen. Die Gefängnisverwaltung teilte mit, Katzav werde ständig überwacht werden, um einen möglichen Freitod des früheren Präsidenten zu verhindern.

Korrupter Ex-Minister als Zellengenosse
Katzavs Zellengenosse wird Medienberichten zufolge ein alter Bekannter: der wegen Bestechlichkeit zu vier Jahren verurteilte frühere Minister für Gesundheit und Soziales, Shlomo Benizri.

Alle Versuche Katzavs, dem Gefängnis doch noch zu entgehen, waren zuvor gescheitert. Vor einem Jahr hatte ihn das Bezirksgericht in Tel Aviv wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung von Mitarbeiterinnen zu sieben Jahren Haft verurteilt. Vor knapp einem Monat bestätigte das Oberste Gericht dieses Urteil.

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