Palästinenserin griff Soldaten mit Messer an

Westjordanland

Palästinenserin griff Soldaten mit Messer an

Ein israelischer Soldat hat im Norden des besetzten Westjordanlands eine Palästinenserin niedergeschossen, als sie mit einem Messer auf einen seiner Kameraden losgehen wollte. Der Soldat habe in "höchster Gefahr" auf die Frau geschossen und sie verletzt, anschließend sei sie festgenommen worden, teilte die israelische Armee am Dienstag mit.

Gewaltwelle

Israel und die Palästinensergebiete werden seit Oktober von einer Gewaltwelle erschüttert, bei der bisher 214 Palästinenser, 34 Israelis und vier Ausländer getötet wurden. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Messer, teils aber auch Schusswaffen oder Autos für ihre Angriffe nutzten.

Angriffe nehmen zu

Nach einer kurzen Atempause haben die palästinensischen Angriffe seit Ende Juni wieder zugenommen. Am 30. Juni erstach ein palästinensischer Attentäter in der jüdischen Siedlung Kiryat Arba unweit von Hebron ein schlafendes Mädchen in dessen Schlafzimmer. Einen Tag später erschoss ein Palästinenser einen israelischen Familienvater südlich von Hebron in dessen Auto. Am selben Tag wurde eine Verwandte des Attentäters von Kiryat Arba bei einem versuchten Messerangriff auf israelische Grenzwachen in Hebron erschossen.

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