Sprengstoffanschlag mitten in Manhattan

29 Verletzte

Sprengstoffanschlag mitten in Manhattan

Die Explosion in Manhattan, bei der am Samstag 29 Menschen verletzt wurden, ist durch eine Bombe ausgelöst worden. Es gebe aber "keine Verbindung zum internationalen Terrorismus", teilte der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, am Sonntag mit.

Nachdem die Explosion am Samstagabend das New Yorker Ausgehviertel Chelsea erschüttert hatte, hatten sich die Behörden bei der Einschätzung der Ursache zunächst zurückhaltend geäußert. Der Hintergrund der Tat bleibt damit weiterhin unklar.
 

Video zeigt Explosion

Eine Überwachungskamera, die vor einem Fitness-Studio positioniert war, filmte die tragischen Momente der Detonation.

ÖSTERREICH-Reporter vor Ort

ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel ist live vor Ort. Er postete auf Twitter Videos von der Unglücksstelle.

Herbert Bauernebel am Weg zum Unglücksort

"Beim Ursprung dieser Explosion soll es sich um eine Mülltonne handeln, die Untersuchungen hier in New York City laufen auf Hochtouren", erklärte ÖSTERREICH-Reporter Bauernebel. "Hier in Chelsea ist das Gebiet weitflächig abgesperrt, man sieht hier hunderte Einsatzfahrzeuge, ein Meer an Blaulichtern, Sirenen-Geheul überall." Auch Polizeistaffeln seien mit Suchhunden unterwegs, um nach möglichen weiteren verdächtigen Objekten zu suchen. "Es sind viele, viele New Yorker auf den Straßen, viele mit besorgten Gesichtern, jeder Fragt sich, was ist hier passiert?" In anderen Teilen der Stadt, die vom Tatort weiter entfernt seien, gehe das Leben ganz normal weiter.

Diashow Sprengstoffanschlag in Manhattan

Sprengstoffanschlag in Manhattan

Sprengstoffanschlag in Manhattan

Sprengstoffanschlag in Manhattan

Sprengstoffanschlag in Manhattan

Sprengstoffanschlag in Manhattan

Sprengstoffanschlag in Manhattan

Sprengstoffanschlag in Manhattan

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Wenige Stunden zuvor war im benachbarten US-Bundesstaat New Jersey eine Rohrbombe explodiert, verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Explosion in Chelsea gegen 20.30 Uhr (Ortszeit; Sonntag 02.30 Uhr MESZ) in der 23. Straße. Im Lokalfernsehen berichteten Zeugen, die Detonation sei im gesamten Viertel zu hören gewesen. Die Feuerwehr der US-Ostküstenmetropole sprach von 29 Verletzten, darunter ein Schwerverletzter. 24 Menschen seien mit unterschiedlich schweren Verletzungen durch Glas- und Metallsplitter in Krankenhäuser eingeliefert worden, sagte Feuerwehrsprecher Daniel Nigro.

Kein Hinweis auf "terroristischen" Hintergrund

De Blasio sagte, nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen gebe es keinen Hinweis auf einen "terroristischen" Hintergrund der Explosion. Dies sei aber eine vorläufige Angabe. "Wir werden das sehr genau prüfen, aber zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keinen Beweis für eine Verbindung zum Terrorismus." New York hatte erst am vergangenen Wochenende der Terroranschläge vom 11. September 2001 gedacht, bei denen fast 3.000 Menschen getötet wurden.

Am Ort der Explosion, einer Gegend mit zahlreichen Bars, Restaurants, Theatern und schicken Wohnungen, waren die Feuerwehr und eine Anti-Terror-Einheit der Polizei im Einsatz. Die Polizei riegelte die Gegend ab, Polizeihubschrauber kreisten in der Luft. Die am nächsten gelegene U-Bahn-Station wurde geschlossen. US-Präsident Barack Obama wurde nach Angaben des Weißen Hauses über den Vorfall in Kenntnis gesetzt.
 

Herbert Bauernebel an der Stelle der Explosion

 

Video zeigt Momente nach der Explosion

Verdächtiger Schnellkocher mit Kabeln entdeckt

Medienberichten zufolge kam die Explosion aus einem Müllcontainer. De Blasio sagte, die Ursache sei noch unklar. Sicher sei, das die Explosion nicht durch Gas ausgelöst wurde. "Wir gehen davon aus, dass es Absicht war."

Unweit des Explosionsortes untersuchte die Polizei später noch einen weiteren mutmaßlichen Sprengsatz. Wie die Sender CNN und ABC berichteten, wurde an der 27. Straße ein verdächtiger Schnellkochtopf gefunden.

Ob es einen Zusammenhang mit der Bombenexplosion von New Jersey gibt, ist noch unklar. Wie Bürgermeister de Blasio sagte, wurde bei den ersten Ermittlungen "keine konkrete Verbindung" gefunden.
 

 

Rohrbombe in New Jersey explodiert

Am Samstagmorgen war südlich von New York, im Badeort Seaside Park in New Jersey, eine Rohrbombe explodiert. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft detonierte der Sprengsatz in einer Mülltonne entlang der Laufstrecke eines Wohltätigkeitslaufes. In der Mülltonne hätten sich insgesamt vier mit Zeitzündern versehene selbstgebaute Sprengsätze befunden, doch nur einer von ihnen sei detoniert, sagte ein Sprecher der Behörde, Al Della Fave, dem Sender CNN.

Der Fünf-Kilometer-Lauf hatte zum Zeitpunkt der Explosion noch nicht begonnen, weil der Start verschoben worden war. "Ohne diese Verzögerung hätten sich vermutlich viele Läufer in der Nähe der Mülltonne befunden", sagte Fave. Der Hintergrund des Anschlagsversuchs war nach Angaben des Sprechers zunächst unklar. "Aber es sollte eindeutig das Rennen getroffen werden." Nach der Explosion wurde der Lauf abgesagt.

Anschlag auf Sportveranstaltung

Die USA hatten im April 2013 einen verheerenden Anschlag auf eine Sportveranstaltung erlebt: Beim Marathon in der Ostküstenstadt Boston explodierten zwei Bomben im Zielbereich und rissen drei Menschen in den Tod. 264 weitere Menschen verletzt. Einer der beiden Brüder, die das Attentat verübten, wurde auf der anschließenden Verfolgungsjagd von Polizisten getötet. Der andere, Dzhokhar Tsarnaev (Dschochar Zarnajew), wurde zum Tode verurteilt.
 

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