Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Herbert Bauernebel berichtet

Mit oe24 LIVE durch die Nacht

Aus unserem Büro in New York berichtet ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel LIVE.

4:05 Uhr: EU berät neue Sanktionen gegen Moskau, USA kündigt harte Maßnahmen an

Im Zusammenhang mit der Ukrainekrise beraten die EU-Botschafter am Dienstag in Brüssel über Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Mit den Maßnahmen soll russischen Banken der Zugang zum europäischen Kapitalmarkt erschwert werden. Zum Paket gehört laut EU-Diplomaten auch ein Verbot künftiger Waffenexporte. Außerdem will die EU keine Hochtechnologieprodukte mehr liefern; Spezialanlagen zur Öl- und Gasförderung nur noch beschränkt. Die EU will Russland mit den Sanktionen zwingen, die Unterstützung für die Aufständischen in der Ostukraine aufzugeben. Bereits am Montag hatten die EU-Botschafter sich auf Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen weitere Personen und Organisationen geeinigt. Sie beschlossen zudem ein Handels- und Investitionsverbot für die von Russland annektierte ukrainische Halbinsel Krim sowie die Stadt Sewastopol. Dabei soll es nach Angaben von Diplomaten um den engsten Führungskreis des russischen Präsidenten Wladimir Putin gehen. Bisher hat die EU Einreiseverbote und Kontensperrungen gegen 87 Personen sowie 18 Organisationen und Unternehmen verhängt. Auch von der US-Regierung werden neue Sanktionen gegen Russland erwartet. "Wir haben bisher keinen strategischen Richtungswechsel von Putin gesehen. Genau deshalb halten wir es für absolut notwendig, weitere Maßnahmen zu ergreifen", sagte der stellvertretende US-Sicherheitsberater Antony Blinken am Montag in Washington. Nach US-Angaben bewegt Moskau weiterhin schwere Waffen für die pro-russischen Separatisten über die Grenze in die Ukraine.

3:55 Uhr: Ebola-Alarm in Nigeria: Flugpassagiere werden getestet, Quarantäne-Zentren stehen bereit

Der schlimmste Ebola-Ausbruch aller Zeiten (672 Tote, 1100 Infizierte) hat Nigeria erreicht, nachdem ein Mann aus Liberia nach Lagos flog und dort starb. Gesundheitsexperten sind alarmiert: Lagos ist mit 21 Millionen Einwohnern die größte Metropole Afrikas, ein "Outbreak" wäre dort kaum einzudämmen.

 

 

Nigeria will deshalb den Ausbruch mit allen Mitteln verhindern: Alle Passagiere aus Liberia, Sierra Leone und Guinea, den drei Staaten, wo die tödliche Krankheit wütet, werden auf Ebola getestet. In Lagos wurden für den Ausbruchsfall Quarantäne-Zentren eingerichtet.

2:45 Uhr: Spannungen steigen: USA wirft Moskau Bruch von Abrüstungsabkommen vor

Die US-Regierung wirft Russland die Verletzung eines bedeutenden Abrüstungsvertrages vor. Moskau habe nach Ansicht der Amerikaner unerlaubt eine landgestützte Mittelstreckenrakete getestet, berichtete die "New York Times" in ihrer Online-Ausgabe. Präsident Barack Obama habe die US-Erkenntnisse am Montag in einem Brief an Kremlchef Wladimir Putin dargelegt. "Das ist eine sehr ernste Angelegenheit, die wir schon einige Zeit lang mit Russland zu erörtern versuchen", erklärte ein Regierungsvertreter am Montagabend (Ortszeit).

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US-Präsident Barack Obama erhöht den Druck

Bereits im Jänner hatte die Zeitung über den Vorwurf berichtet. Damals hieß es, die USA prüften noch, ob Moskau seit 2008 landgestützte Marschflugkörper eines neuen Typs namens RS-26 getestet habe. Konkret sei der INF-Vertrag von 1987 zwischen beiden Ländern über die Vernichtung aller nuklearen Raketen mit Reichweiten zwischen 500 und 5500 Kilometern missachtet worden. Er verbietet die Produktion, den Besitz sowie den Test von Mittelstreckenraketen und war damals von den Regierungschefs der USA und der Sowjetunion, Ronald Reagan und Michail Gorbatschow, unterzeichnet worden. Die Übereinkunft galt als ein Meilenstein auf dem Weg zur Beendigung des Kalten Krieges.  

1:45 Uhr: Leuchtgranaten, Explosionen, Artilleriefeuer: Heftige israelische Angriffe auf Gaza

Die israelische Armee hat am späten Montagabend und in der Nacht auf Dienstag Ziele im zentralen und südlichen Gazastreifen massiv angegriffen. Nach Augenzeugenangaben wurde Gaza mit Artillerie, von Kriegsschiffen und aus der Luft bombardiert. Nach palästinensischen Angaben wurden 16 Menschen getötet und mindestens 50 verletzt.

Am Montag waren nach palästinensischen Berichten 30 Palästinenser bei Angriffen ums Leben gekommen. Elf weitere Leichen wurden aus Trümmern in Khan Younis im Süden des Gazastreifens gezogen. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Insgesamt seien bei den israelischen Angriffen seit dem 8. Juli 1095 Menschen getötet und mehr als 6200 verletzt worden.  

1:35 Uhr: "Dunkelgräfin" vom Thüringen war nicht die Tochter von Ludwig XVI

Die als "Dunkelgräfin" bekannte Tote aus einem Grab im südthüringischen Hildburghausen war nicht die französische Königstochter Marie Therese. Der MDR lüftete am Montagabend in einer Fernseh-Dokumentation das Geheimnis, über das die Einwohner der Gegend und Historiker seit mehr als 150 Jahren rätselten. Wer die mysteriöse Frau aber war, bleibt weiter unklar. Ein interdisziplinäres Wissenschaftlerteam hatte seit der Graböffnung 2012 umfangreiche Untersuchungen an den sterblichen Überresten und vergleichende DNA-Analysen vorgenommen - einerseits mit Proben aus dem Herzen des Dauphin, des Bruders von Marie Therese, das in der Basilika St. Denis in Paris aufbewahrt wird, anderseits mit der DNA eines lebenden Nachfahren, Alexander Prinz von Sachsen. Beide Proben stimmten nicht mit der DNA der "Dunkelgräfin" überein. "Damit können wir ganz eindeutig sagen: Die Dunkelgräfin kann nicht die Prinzessin sein", sagte Prof. Walther Parson, Molekularbiologe am Institut für Gerichtliche Medizin der Medizinischen Universität Innsbruck.  

0:55 Uhr: Rätsel um neun Monate verschollenes Mädchen gelöst? Polizei verhaftete mutmaßlichen Kidnapper (34)

In dem mysteriösen Fall des nach neun Monaten wieder aufgetauchten Teenagers Abigail Hernandez (15) gab es die erste Verhaftung: Die Polizei in New Hampshire nahm Montag Nathaniel Kibby (34) fest. Er wurde wegen der Entführung des Mädchens angeklagt. Die Schülerin war letzten Oktober am Schulweg verschwunden. Letzen Sonntag wurde die Wiedervereinigung mit ihrer Mutter verlautet.

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Abigail Hernandez: Rätselhafte Entführung

Sie trug die gleiche Kleidung wie am Tag des Kidnapping. Doch es gibt weiterhin kaum Details über die neunmonatige Odyssee des Mädchens. Hernandez schrieb während ihrer Abwesenheit einen einzigen Brief an ihre geschiedenen Eltern. Sie soll extrem abgemagert sein. Ihre Mutter dementierte Berichte, wonach sie schwanger gewesen wäre. 

0:10 Uhr: "X Files"-Star David Duchovny gerät wegen russischer Bierwerbung ins Out

Der Schauspieler muss sich nach heftigen Protesten gegen einen TV-Spot für das russische Gebräu "Siberian Crown" verteidigen. In der Werbung überlegt sich Duchovny, wie es so als Russe wäre: Er fantasiert über ein Leben als Kosmonaut oder Tänzer. Duchovny jetzt zu TMZ: Er sei stolz auf sein "russisches, ukrainisches, schottisches und polnisches Erbe", wie auch sein amerikanisches.

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Duchovny: Fans sagen "Njet" zu russischer Bierwerbung

Doch der Stolz auf seine Herkunft habe nichts mit politischen Ansichten zu tun. Die Bier-Werbung sei nicht politisch, stellte er klar. Er entschuldigte sich aber auch bei jenen, die angesichts der "jüngsten Ereignisse" seine Werbeaktivitäten "missverständlich" aufgefasst hätten.

23:30 Uhr: Frau ließ Kleinkind in 60 Grad heißem Auto zurück während Maniküre 

Die Polizei in East Hartford (US-Staat Connecticut) verhaftete Rasheena Francis (28), nachdem sie ein sechs Jahre altes Kind in einem Auto bei Gluthitze über eine Stunde lang einsperrte.

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Herzlos: Francis sperrte Kind in Auto

Die Frau ging seelenruhig in einen Friseurladen und ließ sich ihre Nägel maniküren. Zunächst war unklar, ob es sich um ihr eigenes Kind handelte. Mit geschlossenen Fenstern erreichte die Temperatur 60 Grad im Wageninneren.

22:50 Uhr: Gazakrieg: Ärzte retten Baby getöteter Mutter per Kaiserschnitt

Die Mutter hat einen Angriff im Gazastreifen nicht überlebt, ihr 36 Wochen altes Kind ist aber per Kaiserschnitt gerettet worden: Palästinensische Ärzte holten die kleine Shaima auf die Welt, nachdem ihre Mutter bereits eine Stunde lang tot war, wie sie am Montag berichteten. Demnach starb die 23-jährige Mutter am Freitag in den Trümmern ihres Hauses. Die Rettungskräfte trafen etwa eine Stunde nach dem Bombardement ein, wie der Arzt Fadi al-Charti aus dem Krankenhaus im Flüchtlingslager Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens sagte. "Wir haben versucht, sie wiederzubeleben, aber sie ist auf dem Weg zum Krankenhaus gestorben", berichtete er über das Schicksal der Mutter.

Erst dann hätten die Ärzte das Baby bemerkt. "Wir haben eine Bewegung in der Magengegend wahrgenommen und festgestellt, dass sie in der 36. Woche schwanger war", sagte al-Charti. Inzwischen befindet sich das Kind im europäischen Krankenhaus von Chan Younis und wird intensivmedizinisch betreut.  

22.45 Uhr: Kinderschänder bei wilder Schießerei im New Yorker West Village getötet

Der Kalifornier Charles Mozdir (32), ein ehemaliger Hochzeitsfotograf, wurde seit 2012 wegen Missbrauchs zweier Buben in einer nationalen Großfahndung gesucht. Zwei Marshalls und ein Polizist des NYPD wurden am Montag schwer verletzt, als Mozdir beim Verhaftungsversuch im “Smoking Culture NYC Shop"-Kiffer- und Tabakladen im West Village (Manhattan) das Feuer eröffnete. Der Polizist erlitt einen Bauchschuss und zwei weitere Treffer, die zwei “Feds” wurden ebenfalls durch Schüsse verwundet. Mozdir erlag den Schussverletzungen.

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"Fugitiv" Mozdir: Starb bei Schießerei

Alle drei Beamte wurden ins "Bellevue Hospital” gebracht, sie dürften überleben. Der Sender CNN hatte erst in der Vorwoche in einer Episode “The Hunt” den Fall eines der berühmtesten US-Flüchtigen beschrieben. Die Spur wurde für die Ermittler heiß nach Hinweisen während der Sendung. In einem der zwei Missbrauchsfälle hatte sich Mozdir über einen Siebenjährigen hergemacht, auf den er als Babysitter aufpassen hätte sollen. Er wurde verhaftet, doch suchte nach dem Stellen einer Kaution das Weite. Die Jagd der "Feds" führte von Kalifornien nach Mexiko und letztendlich nach New York.

22:35 Uhr: Augenzeugen beschreiben Blitzschlag-Tragödie am Venice Beach: "Wie in einem Horrorfilm..."

Es schien ein normaler, entspannter Sonntagnachmittag am Venice Beach in Los Angeles. Tausende flanierten über den berühmten Boardwalk, am Strand kühlten sich Urlauber und Einwohner der Kalifornien-Metropole im Pazifik ab. Der Himmel: Leicht bewölkt. Plötzlich rollte jedoch eine Gitterzelle über den Stadtteil: Mit ohrenbetäubendem Knall entluden sich mehrere Blitze ins Meer, "wie aus dem Himmel reichende Finger...", so ein Zeuge. Minuten später Szenen wie aus einem Horrorfilm: Lifeguards rasten mit ihren Pick-Ups zu den Opfern, Hilfsschreie, Chaos. "Es war wie im Film Der Weiße Hai", sagte Joe Doro: "Mütter liefen panisch ins Wasser und holten ihre Kinder raus".

 

 

Acht Menschen, die sich im oder nahe des Wassers aufhielten, wurden ins Spital gebracht, ein 20-Jähriger erlag den Verletzungen durch den Blitzschlag. Fünf weitere Oper wurden gleich am Strand behandelt. Selbst Strandbesucher, die weiter weg waren, fühlten den Schock des Blitzschlages.

Mehr Infos von unserem US-Korrespondenten Herbert Bauernebel auf AmerikaReport.com.

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