Airbus-Leichen im Atlantik entdeckt

Brasiliens Luftwaffe

© EPA

Airbus-Leichen im Atlantik entdeckt

Am fünften Tag nach dem Absturz der Air-France-Maschine im Atlantik hat die brasilianische Marine die ersten Leichen aus der Unglücksmaschine entdeckt und geborgen. "Um 8.14 Uhr (13.14 Uhr MESZ) am heutigen Samstag haben wir die Bestätigung erhalten, dass Wrackstücke und Leichen gefunden worden, die zum Flugzeug der Air France gehören", sagte Luftwaffensprecher Jorge Amaral am Samstag bei einer Pressekonferenz in Recife. Die Fundstelle liege etwa 1.200 Kilometer nordöstlich der brasilianischen Festlandküste.

2 Leichen
Nach Angaben eines Angehörigen der Opfer handelt es sich um zwei männliche Leichen. Dies habe Verteidigungsminister Nelson Jobim den Familien in Rio de Janeiro unmittelbar vor der Pressekonferenz mitgeteilt, sagte der Angehörige dem Nachrichtensender Globonews. Über die beiden Opfer ist noch nichts bekannt. Die Leichen müssen nun in mühseliger Kleinarbeit identifiziert werden. Auch ein Koffer sei gefunden worden, sagte Amaral. Er habe ein Ticket für Flug 447 enthalten.

Am Sitz festgeschnallt
Eines der im Atlantik entdeckten Absturzopfer ist nach Informationen der französischen Tageszeitung "Le Figaro" noch auf seinem Flugzeugsitz festgeschnallt gewesen. Der Mann habe seine Bordkarte bei sich gehabt, berichtete das Blatt am Samstag auf seiner Webseite. Der Fundort der Leichen liege rund 69 Kilometer entfernt von der Position, von der die Unglücksmaschine die letzten automatischen Signale gesendet hatte.

Wrackteile
Zudem wurde ein Flugzeugsitz mit der Seriennummer 237011038331-0 aus den Fluten des Atlantik geborgen. Allerdings müsse bei diesem Wrackstück noch die Bestätigung der Air France abgewartet werden. Auch Sauerstoffmasken seien gefunden worden. Die Leichen und die Wrackteile der A330-200 sollen zunächst zu der brasilianischen Insel Fernando de Noronha gebracht werden.

Keine Überlebenden
Der Luftwaffensprecher schloss praktisch aus, dass fünf Tage nach dem Absturz noch Überlebende des Unglücks gefunden werden können. "Wir wollten Überlebende finden, vor allem in der ersten Phase (der Suchoperation), aber es war nicht möglich."

Der Airbus hatte vor seinem Absturz in den Atlantik vermutlich erhebliche technische Probleme. In den knapp fünf Minuten vor Ende des Kontakts habe das Flugzeug automatisch 24 Fehlermeldungen an das Wartungszentrum von Air France geschickt, erklärte das Pariser Amt zur Ermittlung von Unfallursachen (BEA).

Suche fortgesetzt
Das Wetter im mutmaßlichen Absturzgebiet verbesserte sich am Samstag, so dass die Suche fortgesetzt werden konnte. Arslanian gab allerdings zu bedenken, dass selbst eine Ortung des akustischen Signalgebers nicht unbedingt der Durchbruch wäre, weil sich dieser von den Flugrekordern gelöst haben könnte.

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