24. Oktober 2008 16:06
Der Passagier, der am Freitag während eines Flugs eines russischen Flugzeugs
nach Moskau mit der Sprengung der Maschine gedroht und eine Kursänderung
nach Wien verlangt hatte, ist offenbar psychisch krank. Der Mann wurde laut
Berichten russischer Medien überwältigt, die Boeing 737 der
Billigfluggesellschaft Sky Express landete am Freitag sicher. Berichte über
Verletzte lagen nicht vor. An Bord des Flugzeugs, das in Sotschi am
Schwarzen Meer gestartet war, waren rund 130 Menschen.
Der Passagier Anfang 30 sei am selben Tag aus psychiatrischer Behandlung
entlassen worden. Sie war angeordnet worden, nachdem er 2002 seine Mutter
getötet hatte, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung
auf den Inlandsgeheimdienst FSB berichtete. Am Freitag sei er entlassen
worden und habe umgehend ein Flugticket gekauft. Das Flugzeug landete mit
etwa halbstündiger Verspätung in Moskau, Einsatzkräfte brachten die
Passagiere in Sicherheit.
Erst am 15. Oktober hatte ein betrunkener Fluggast eine Maschine der Turkish
Airlines auf dem Weg nach Russland in seine Gewalt bringen wollen. Andere
Passagiere überwältigten ihn, das Flugzeug landete sicher in St. Petersburg. Auf
einem russischen Inlandsflug hat ein betrunkener Passagier für einige
Schreckminuten unter seinen Mitreisenden gesorgt. Der Mann habe am Freitag
gedroht, die Maschine auf dem Flug von Sotschi am Schwarzen Meer nach Moskau
in die Luft zu sprengen. Er forderte, das Flugzeug solle Kurs auf Wien
nehmen.
Kurze Zeit später wurde berichtet, es habe sich um einen Betrunkenen
gehandelt, der von der Besatzung der Boeing 737 überwältigt worden sei. Die
Maschine der russischen Billig-Fluglinie Sky Express landete am Abend auf
dem Moskauer Zielflughafen Wnukowo. "Die Lage ist unter Kontrolle",
zitierte Interfax aus Polizeikreisen.