Freigelassener Vergewaltiger soll in Haft

Frankreich

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Freigelassener Vergewaltiger soll in Haft

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat die erneute Inhaftierung eines versehentlich frei gelassenen mutmaßlichen Serienvergewaltigers gefordert. "Man kann doch einen mehrfachen Vergewaltiger nicht laufen lassen, bloß weil jemand einen Fehler begangen hat", sagte Sarkozy nach einem Bericht der Zeitung "Le Figaro".

Fehler eines Gerichtsmitarbeiters
Der Fall des Tangotänzers hatte in Frankreich für Aufsehen gesorgt. Ein Gerichtsmitarbeiter hatte sich in einem offiziellen Schreiben vertippt und den Haftbefehl damit versehentlich aufgehoben. Der 48-Jährige, dem mehrere Dutzend Vergewaltigungen vorgeworfen werden, zeigte sich bei seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft überrascht und erfreut.

Der Fehler war erst nach sechs Tagen entdeckt worden. Die Richter befanden zunächst, dass die Entscheidung rechtskräftig sei und nicht rückgängig gemacht werden könne. Die Staatsanwaltschaft konnte lediglich durchsetzen, dass der Mann sich regelmäßig bei der Polizei melden muss und die Region nicht verlassen darf. Außerdem ist ihm verboten, sich seinen Opfern zu nähern, und er ist verpflichtet, sich behandeln zu lassen.

Sarkozy will Haft
Sarkozy forderte nun, dass der Fehler korrigiert werde und der Mann ins Gefängnis zurückkehre. Ob dies möglich sei, soll Freitag entschieden werden.

Die Anwälte der Opfer kündigten eine Klage gegen den Staat wegen eines "schweren Fehlers" an. "In einer solchen Angelegenheit gibt es kein Recht auf Fehler. Es handelt sich um eine Systemstörung", kritisierte einer der Anwälte. Unterdessen gab das Amtsblatt die Beförderung des Richters bekannt, der das fehlerhafte Schreiben unterzeichnet hat - ein "bedauerlicher Zufall".

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