Heiße Spur zu Mafia-Mörder von Duisburg

Kommissar DNA

© EPA

Heiße Spur zu Mafia-Mörder von Duisburg

Gut ein halbes Jahr nach dem sechsfachen Mafia-Mord von Duisburg haben die italienischen Ermittler bei einer Razzia gegen die 'Ndrangheta, dem kalabresischen Arm der Mafia, in der süditalienischen Region Kalabrien und in der Lombardei den Clans Güter im Wert von 150 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Güter standen im Besitz der 'Ndrangheta-Familien Nirta-Strangio und Pelle-Vottari, die im Mittelpunkt einer blutigen Fehde, die zum Sechs-Fach-Mord in Duisburg geführt hat. Beschlagnahmt wurden Geschäfte, Wohnungen, Grundstücke und Luxusautos, berichtete die italienische Polizei.

Zudem hoffen die Ermittler nach dem Fund des Fluchtautos auf die Identifizierung des mutmaßlichen zweiten Täters. Als heiße Spur könnte sich nach Behördenangaben vom Dienstag DNA-Material erweisen, das in dem Fluchtwagen gefunden wurde.

Womöglich komme neben dem gesuchten Giovanni S. dessen Schwager Guiseppe N. als Mittäter infrage, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Duisburg, Detlef Nowotsch. Die Ermittler ersuchten die italienischen Behörden bereits um Rechtshilfe mit dem Ziel, DNA-Vergleichsmaterial aus dem familiären Umfeld von N. zu erhalten.

Erst am Wochenende war bekanntgeworden, dass der Fluchtwagen bereits im vergangenen Oktober in der nordbelgischen Stadt Gent gefunden worden war. Nowotsch zufolge war die deutsche Polizei über die Entdeckung des Wagens von dem Autovermieter informiert worden, dem der in Hamburg zugelassene schwarze Renault Clio gehört. Mit dem Wagen sollen die Mörder vom Tatort vor einem italienischen Restaurant in der Duisburger City geflohen sein.

Bei dem Sechsfachmord am frühen Morgen des 15. August 2007 waren in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofs sechs Italiener im Alter zwischen 16 und 38 Jahren mit zahlreichen Schüssen regelrecht hingerichtet worden. Als Hintergrund gilt eine jahrelange Fehde zweier kalabresischer Mafia-Clans. Überwachungskameras hatten im Umfeld des Tatorts zwei Männer aufgenommen, die auf den Bildern jedoch nur schemenhaft zu erkennen waren. Im Zusammenhang mit den Morden wird seit Ende August nach Giovanni S. gefahndet.

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