Libyen: Gaddafis Clan zerbricht

Söhne uneins

Libyen: Gaddafis Clan zerbricht

Der Druck der Rebellen und der NATO auf den in Libyen vermuteten Rest des Gaddafi-Clans nimmt zu. Die Söhne des untergetauchten Diktators Muammar al-Gaddafi senden widersprüchliche Signale. Al-Saadi Gaddafi will angeblich ein Blutvergießen verhindern und verhandelt nach Angaben der Rebellen bereits über Sicherheitsgarantien für eine Kapitulation. Dagegen rief sein Bruder Saif al-Islam die Anhänger des Regimes mit Durchhalteparolen zum Kampf auf und versprach den baldigen Sieg. Beide gaben an, im Namen ihres Vaters zu sprechen.

"Greift die Feinde an, wo immer sie sind", sagte Saif al-Islam Gaddafi am Mittwochabend nach CNN-Berichten in einer vom arabischen Sender Al Rai TV ausgestrahlten Botschaft. "Der Sieg ist nah", versprach der zweitälteste Sohn Gaddafis. Die Gegner des Regimes nannte er "Verräter und Ratten." Er halte sich in einem Vorort der Hauptstadt Tripolis auf. Seinem Vater gehe es gut. "Wir trinken Tee und Kaffee", sagte er.

Britische Elitesodaten jagen Gaddafi
An der Suche nach dem langjährigen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi ist einem Fernsehbericht zufolge eine britische Eliteeinheit beteiligt. Eine große Zahl von Angehörigen der SAS (Special Air Service) nutze dabei auch Schiffe, die vor der Küste des nordafrikanischen Landes vor Anker lägen, berichtete der britische Fernsehsender ITV News am Mittwoch. Ein kleineres SAS-Team agiere von der Rebellenhochburg Bengasi aus.

Das Verteidigungsministerium in London wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Bereits in der vergangenen Woche hatte ein AFP-Reporter berichtet, dass britische und auch französische Kräfte in Zivil seit mehreren Wochen zur Unterstützung der libyschen Rebellen im Osten des Landes im Einsatz sind. Gaddafi hält sich seit gut einer Woche versteckt. Medienberichten zufolge soll er sich aber weiterhin in Libyen aufhalten.

Wo versteckt sich Gaddafi?
Die Rebellen verfügen nach eigenen Angaben über unbestätigte Informationen, wo sich Gaddafi aufhält. Arabische Medien spekulierten, dass der 69-Jährige in Bani Walid südlich von Tripolis untergetaucht sei. Die Stadt stehe unter dem Schutz der Warfalla, des größten libyschen Stammes, berichtete der arabische Nachrichtensender Al-Arabija. Dagegen behauptete ein ehemaliger Leibwächter von Gaddafis Sohn Khamis, dass sich der Ex-Diktator in die 770 Kilometer südlich von Tripolis gelegene Garnisonsstadt Sebha abgesetzt habe.

Flucht nach Algerien gescheitert?
Algerien hat einem Medienbericht zufolge ein Einreise-Gesuch des langjährigen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi ignoriert. Gaddafi habe versucht, den algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika telefonisch zu erreichen, doch dieser habe sich geweigert, den Anruf entgegenzunehmen, berichtete die französischsprachige Zeitung "El-Watan" auf ihrer Internetseite. "Es ist nicht das erste Mal, dass Gaddafi und seine Gesandten versucht haben, mit dem algerischen Präsidenten in Kontakt zu treten", schrieb das Blatt unter Berufung auf Kreise des Präsidialamtes in Algier weiter. Gaddafi halte sich in der Grenzstadt Ghadames versteckt und versuche von dort aus, über seine Aufnahme in Algerien zu verhandeln.

Konferenz zur Zukunft Libyens in Paris
Um schnell eine Verbesserung der humanitären Lage in Libyen zu erreichen, will die Staatengemeinschaft an diesem Donnerstag in Paris die Milliardenhilfe für das Land koordinieren. Gastgeber der Konferenz sind der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister David Cameron. Dabei geht es unter anderem darum, die in mehreren Ländern eingefrorenen Reichtümer Gaddafis für Investitionen in Libyen zur Verfügung zu stellen.

Russland erkennt Übergangsrat an
Russland hat den "Nationalen Übergangsrat" der Aufständischen in Libyen als De-facto-Regierung des nordafrikanischen Landes anerkannt. Die russische Regierung erkenne den Übergangsrat als "regierende Autorität" an, hieß es am Donnerstag in einer Erklärung des Außenministeriums in Moskau. Man erwarte, dass alle zwischen Russland und Libyen bestehenden Verträge und Verpflichtungen von den neuen Machthabern eingehalten würden.

Diashow Luxus pur: So lebte der Gaddafi-Clan

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

Villa mit Meerblick: In diesem Strandhaus mangelte es an nichts.

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Die Matratze ist schon abtransportiert - gleich ist die Wiege dran.

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Sieht man auch nicht alle Tage: Ein Whirlpool auf der Terrasse.

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Dieses Zimmer war black and white. Elegant in schwarz und weiß ließ sich Sohn Hannibal dieses Zimmer einrichten.

Rebellen erobern die Privat-Villen des verhassten Diktators.

Alles was nicht niet und nagelfest ist wird nun von den Rebellen mitgenommen...

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..darunter auch die Foto-Alben des flüchtigen Machthabers.

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In jedem Bad ein Whirlpool: Dieses Exemplar war ringsherum mit Plastik-Blumen geschmückt.

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Kein Widerspruch zum Islam: Der Gaddafi-Clan trank literweise Champagner.

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Terrasse am Meer: Hier feierten Gaddafis Söhne Strand-Partys.

Privatflieger Gaddafis ein Luxus-Jet

Ortswechsel: Der Diktator hatte eine eigenen Maschine.

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Auch diese ist nun in Rebellenhand.

Privatflieger Gaddafis ein Luxus-Jet

Auf den Luxus-Sofas machen sich die Kämpfer breit.

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Wie in einem Porno-Film: Das Bett des Diktators.

Privatflieger Gaddafis ein Luxus-Jet

Konferenz-Zimmer im Airbus: Auf einem erhöhten Sessel nahm der Machthaber Platz.

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Nun ist der Flieger beliebtes Foto-Motiv der Rebellen.

Gaddafi-Clan ist nach Algerien geflohen

Die Familie Gaddafis hat Libyen verlassen. Im Bild: Gaddafis Frau Safia mit den Kindern Aisha, Hannibal und Mohammed.

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Wo sich Gaddafi derzeit versteckt hält, ist noch völlig unklar.

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Tochter Aisha, hier bei einem Auftritt im April in Tripolis, ist Gaddafis Lieblings-Kind.

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Besonders skrupellos: Hannibal Gaddafi.

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