Mann starb weil OP-Saal geschlossen war

Skandal in Sizilien

Mann starb weil OP-Saal geschlossen war

Weil der Operationssaal eines staatlichen Krankenhauses in Sizilien wegen Personalmangels geschlossen war, ist ein 23-jähriges Unfallopfer gestorben. Der junge Mann verblutete auf dem Weg in ein anderes, weitab gelegenes Hospital, wie die römische Tageszeitung "La Repubblica" am Freitag berichtete. Sein Vater kettete sich daraufhin vor dem Krankenhaus "Santo Stefano" in dem Ort Mazzarino bei Caltanissetta an und Bürger blockierten aus Protest eine Landstraße.

Das Krankenhaus hatte den OP geschlossen, weil aufgrund von Sparmaßnahmen zu wenig Mitarbeiter zur Verfügung standen. Die Einsparungen waren kurz zuvor von der Region Sizilien abgesegnet worden. Durch den nationalen Sparplan für das Gesundheitswesen, mit dem ein Loch von fast vier Milliarden Euro gestopft werden soll, könnten innerhalb von fünf Jahren bis zu 25.000 Krankenhausbetten wegfallen. Die Krankenhäuser in Mittelitalien und im Süden sind besonders hoch verschuldet und müssen Kapazitäten abbauen.

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