Paparazzi und Fahrer Schuld an Dianas Unfalltod

Geschworenen-Urteil

 

Paparazzi und Fahrer Schuld an Dianas Unfalltod

Der ägyptische Millionär Mohammed al Fayed erwägt, das Ergebnis der gerichtlichen Untersuchung des Todes von Prinzessin Diana und seines Sohnes Dodi anzufechten. Al Fayed prüfe dies mit seinen Anwälten, sagte dessen Sprecher Michael Cole am Dienstag dem britischen Fernsehsender ITV.

Fahrer und Paparazzi waren Schuld
Die Geschworenen-Jury der Diana-Untersuchung hatten am Montag erklärt, der Tod der Prinzessin und ihres damaligen Begleiters Dodi al Fayed im August 1997 in Paris sei auf Fahrlässigkeit ihres angetrunkenen Fahrers sowie der sie verfolgenden Paparazzi zurückzuführen. Dodis Vater erklärte nach der Verkündung des Urteils, er glaube weiter daran, dass sie Opfer eines Mordkomplotts wurden.

Während der sechsmonatigen Untersuchung hatte der Besitzer des Kaufhauses Harrods in London und des Ritz-Hotels in Paris zweimal unter Eid erklärt, er werde das Urteil der Geschworenen akzeptieren. Daran fühle sich Al Fayed nicht mehr gebunden, sagte dessen Sprecher.

Al Fayed will die Queen vor Gericht zitieren
Zur Begründung verwies er darauf, dass dem Verlangen Al Fayeds nach einer öffentlichen Vernehmung der britischen Königin Elizabeth II. und ihres Ehemanns Prinz Philip nicht stattgegeben worden sei. Die Zusage, das Urteil der Jury als letztes Wort zum Tod von Diana und Dodi hinzunehmen, sei aber unter der Annahme erfolgt, dass die Jury die Möglichkeit haben werde, alle Zeugen zu befragen.

Mit dem Urteil, das keine strafrechtlichen Konsequenzen hat, hatte die Jury allen Verschwörungstheorien Al Fayeds eine klare Absage erteilt. Die Söhne Dianas, die Prinzen William und Harry, begrüßten den Spruch der Jury ausdrücklich. "Wir stimmen ihrem Urteil zu und wir sind beide jedem Einzelnen von ihnen sehr dankbar für die Belastungen, die sie während der letzten sechs Monate in Kauf genommen haben", heißt es in einer am Montagabend veröffentlichten Erklärung der Prinzen.

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