Schwarzenegger -

UNO-Klimagipfel

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Schwarzenegger - "We need Action!"

Zum Auftakt der eintägigen Klimakonferenz der Vereinten Nationen hat UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon eindringlich zu einem entschiedenen gemeinsamen Handeln für den Klimaschutz aufgerufen. "Die beispiellose Herausforderung durch den Klimawandel verlangt ein beispielloses Handeln. Und eine beispiellose Führerschaft, ... Ihre Führerschaft", rief Ban am Montag in New York den Spitzenpolitikern aus 150 Ländern zu. "Wenn wir nicht handeln, werden die Folgen verheerend sein."

"Untätigkeit kommt teuer"
Ban machte vor allem im Hinblick auf die USA deutlich, dass der Klimaschutz unter dem Dach der Vereinten Nationen betrieben werden sollte. "Keine Nation kann das Problem allein anpacken", sagte er. "Das ist genau die Art von globaler Herausforderung, für die die Vereinten Nationen am besten geeignet sind." In Anspielung auf die zögernde Haltung Washingtons erklärte Ban: Untätigkeit jetzt komme auf lange Sicht sehr teuer zu stehen. Kritiker fürchten, dass die USA durch Alleingänge eine Festlegung auf konkrete, verbindliche Klimaschutzziele umgehen wollen.

Schwarzenegger: "Action! Action! Action!"
Als erster Redner der Konferenz warb auch der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger für eine sofortige Kehrtwende beim Ausstoß von Treibhausgasen. "Reiche und arme Länder haben unterschiedliche Verpflichtungen. Aber eine Verpflichtung haben wir alle gemeinsam: Action! Action! Action!"

Ein globales Milliardengeschäft
Der Welt sei bereits viel Schaden zugefügt worden, doch die Umwelt sei gleichzeitig auch sehr regenerativ, und es gebe Hoffnung, den gefährlichen Klimawandel noch zu stoppen. Gleichsam als Anreiz sprach Schwarzenegger den Umstand an, dass Umweltschutz nicht zuletzt bereits heute ein globales Milliardengeschäft sei.

Umwelttechnologie und entsprechendes Know-how würden schon heute allein in Kalifornien - der rechnerisch siebtgrößten Wirtschaftsmacht der Erde - einen Milliarden-Markt ausmachen, der in naher Zukunft Wachstumsraten von jährlich 20 bis 30 Prozent verspricht. "Allein letztes Jahr hat Kalifornien mehr als 1,1 Milliarden Dollar (779 Mio. Euro) in saubere Technologien investiert", so der gebürtige Steirer, der nicht müde wurde, Kalifornien als Musterland in Technologie, Wirtschaft, Medizin und nun auch Umweltschutz zu präsentieren.

Kyoto-Klimaprotokoll
Das Kyoto-Klimaprotokoll, dem die USA bekanntlich nicht beigetreten sind, sei heute bereits Vergangenheit. "Es ist die Zeit gekommen, nicht mehr zum Kyoto-Protokoll zurückzublicken", forderte Schwarzenegger, "Die Konsequenzen des Klimawandels sind dermaßen drängend, dass es nicht darauf ankommt, wer in der Vergangenheit Schuld war. Worauf es ankommt, ist wer für die Zukunft Rede und Antwort stehen muss. Und das heißt: Wir alle."

Kalifornien sei in den USA in vielen Bereichen führend und werde auch in der Klimafrage "ohne Zweifel" die aktive Führungsrolle übernehmen, so der Gouverneur. Nach seiner Rede traf Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (S) mit dem gebürtigen Steirer zusammen. Bei dieser Gelegenheit lud der Bundeskanzler den Gouverneur nach Österreich ein - eine Einladung, die Schwarzenegger und seine Frau Maria Shriver "mit Freude" angenommen haben, so der Sprecher Gusenbauers unmittelbar nach dem Treffen.

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