Syrien: Trauerzug beschossen

Angeblich fünf Tote

Syrien: Trauerzug beschossen

Nach der Ermordung des kurdischen Oppositionsführers Mishaal al-Tammo in Syrien hat es bei der Beisetzung des Aktivisten am Samstag erneut Gewalt gegeben. Nach Angaben von Menschenrechtlern feuerten die syrischen Sicherheitskräfte auf die rund 50.000 Teilnehmer eines Trauerzuges und töteten mindestens zwei Menschen. In Stockholm und Kairo berieten syrische Oppositionelle über die Zukunft des Landes.

Die Trauerfeier für Tamo in Kamishli im Norden des Landes sei zu einer Großdemonstration gegen Staatschef Bashar al-Assad geworden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zahlreiche Menschen seien beim Beschuss durch die Sicherheitskräfte verletzt worden, darunter auch Tamos Sohn und der Aktivist Sahida Raschkilo. Das lokale syrische Koordinationskomitee warf der Regierung vor, Oppositionelle gezielt "physisch ausschalten" zu wollen.

Tamo war am Freitag in seinem Haus von vier maskierten Männern erschossen worden. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, er sei "von Schützen aus einem schwarzen Auto heraus" erschossen worden. Tamo hatte dem syrischen Nationalrat angehört, dem wichtigsten Zusammenschluss der Opposition des Landes. Er war erst kürzlich nach dreieinhalb Jahren Gefängnis aus der Haft entlassen worden.

 



 

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