Australien will raus aus Afghanistan

Rückzug

Australien will raus aus Afghanistan

Trotz der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan will Australien seine Truppen so schnell wie möglich aus dem Land abziehen. Verteidigungsminister John Faulkner sagte am Mittwoch dem Radiosender ABC, er lasse prüfen, wie die australische Armee ihren Afghanistan-Einsatz mit derzeit 1500 Soldaten "wirksam, aber in einem so kurzen Zeitrahmen wie möglich" zum Abschluss bringen könne. Faulkner räumte zugleich ein, dass dieser Vorstoß dem Vorhaben des Oberbefehlshabers der US- und NATO-Truppen in Afghanistan, Stanley McChrystal, zuwiderlaufe, der eine deutliche Truppenverstärkung am Hindukusch fordert.

Elf australische Soldaten gestorben
McChrystal hatte vergangenen Monat davor gewarnt, dass die islamistischen Aufständischen innerhalb eines Jahres die Macht in Afghanistan erobern könnten, wenn das ausländische Truppenaufgebot nicht verstärkt werde. US-Präsident Barack Obama will die Zahl der US-Truppen in Afghanistan von 40.000 auf 100.000 Soldaten erhöhen.

In Afghanistan kamen bisher elf australische Soldaten ums Leben. Nach dem jüngsten Todesfall im Juli hatte Premierminister Kevin Rudd beteuert, das Afghanistan-Engagement seines Landes sei "felsenfest". Zugleich räumte er ein, dass der Einsatz in seinem Land "unpopulär" sei. Noch im April hatte Australien 450 Soldaten zusätzlich an den Hindukusch entsandt.

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