Berlusconi bleibt - Schlägerei im Parlament

Italien

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Berlusconi bleibt - Schlägerei im Parlament

Für die Regierung stimmten 314 Parlamentarier, 311 votierten für den Misstrauensantrag gegen das Kabinett. Damit kann der seit Mai 2008 amtierende Berlusconi weiterregieren.

Bis zuletzt galt das Ergebnis in der Abgeordnetenkammer als unsicher. Berlusconi musste um jede Stimme zittern. Einige Parlamentarier der Rechtsfraktion "Zukunft und Freiheit in Italien" (FLI) um Berlusconis Ex-Verbündeten Gianfranco Fini trotzten den Parteirichtlinien und stimmten für die Regierung. Eine Fini-Parlamentarierin, die für die Regierung stimmte, wurde als "Verräterin" beschimpft, daraufhin brachen im Plenarsaal der Abgeordnetenkammer Tumulte aus.

Schlägerei in Italiens Parlament
Die Handgreiflichkeiten brachen aus, nachdem die Fini-Parlamentarierin Katia Polidori im Gegensatz zu den Richtlinien ihrer Partei für die Regierung stimmte. Daraufhin kam es zu einer Schlägerei zwischen dem Fini-Anhäger Fabio Granata und einem Lega-Parlamentarier.

Parlament Schlägerei

Parlamentarier der Regierungskoalition beschimpften Parlamentspräsidenten Fini. Wegen der Rauferei musste Fini die Abstimmung vorübergehend unterbrechen, die jedoch nach wenigen Minuten wieder aufgenommen wurde.

Studentenproteste eskalierten
Während in der Abgeordnetenkammer die Abstimmung im Gange war, kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Studenten, die in Rom gegen die Universitätsreform der Regierung Berlusconi demonstrierten, und der Polizei. Vermummte Studenten warfen Lack, Tränengas und Knallkörper vor dem Eingang des Senats, der von Polizisten umringt war. Eine Gruppe Demonstranten warf Säcke mit Dünger gegen die Polizei unweit der römischen Residenz von Premierminister Berlusconi.
 

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