Berlusconi will weniger Pornos im TV

Kampf

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Berlusconi will weniger Pornos im TV

Die Regierung Berlusconi sagt Filmen mit Sex- und Gewaltszenen im Fernsehen den Kampf an. Laut einem Regierungsbeschluss, der am kommenden Mittwoch in Kraft tritt, dürfen TV-Kanäle zwischen 7.00 und 23.00 Uhr keine Filme senden, die Kindern unter 14 Jahren verboten sind. Damit sollen vor allem minderjährige Zuschauer geschützt werden.

Attacke gegen Berlusconi-Konkurrenz?
Gegen das neue Dekret wehren sich die Opposition sowie die Filmproduzenten, Bezahlsender und Anbieter von Fernsehen im Internet. Das Dekret sei wieder ein Weg, um dem schärfsten Konkurrenten der Gruppe Mediaset im Besitz von Regierungschef Silvio Berlusconi, dem Bezahlsender Sky Italia, zu schaden. Sky bietet nämlich in seinem Senderpaket pornografische Bezahlkanäle an. Auch das harmlosere Kanal Sky Film sendet täglich mehrere Streifen, die Kindern unter 14 Jahren oft verboten sind.

"Der Schutz der Minderjährigen ist Berlusconi nur wichtig, wenn es zu seinen Gunsten ist", kritisierte der Oppositionsparlamentarier Giuseppe Giulietti. Die Opposition meint, das Parlament und nicht die Regierung per Verordnung sollte sich mit der Sendezeit der Filme auseinandersetzen.

Porno-Steuer
Die Regierung Berlusconi hatte 2008 eine "Porno-Steuer" eingeführt. Auf Hardcore-Filmen und -Programmen im Fernsehen, Porno-Zeitschriften und einschlägigen Comics wurde der Steuerdruck um bis zu 25 Prozent erhöht. In Italien ist die Pornoindustrie ein florierendes Geschäft. 400.000 Videokassetten werden jährlich verkauft und 300 Pornofilme pro Jahr gedreht. 35.000 Web-Sites haben pornografische Inhalte.

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