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Gefasster Bombay-Bomber packt nun aus

62 Stunden lang hat das Blutbad von Bombay gedauert. Bis auf einen sind alle Terroristen tot, die Welt atmet auf – vor allem angesichts der grauenvollen Pläne dieser neuen Terror-Generation.

Verbindung zu Rebellen aus Pakistan
Der einzige überlebende islamistische Angreifer der Terrorserie von Bombay (Mumbai) hat nach indischen Medienberichten Verbindungen zu einer in Pakistan ansässigen Rebellengruppe eingestanden. Der 21-jährige Ajmal Amir Kamal habe bei Verhören ausgesagt, dass alle Angreifer pakistanische Staatsbürger gewesen seien, wie mehrere Zeitungen am Sonntag unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichteten. Demnach gab er zudem an, dass alle Kämpfer von der Rebellengruppe Lashkar-e-Taiba trainiert worden seien. Am Mittwochabend hätten sie sich in mehreren Schlauchbooten von einem gekaperten Schiff abgeseilt und auf dem Seeweg Bombay erreicht.

Alles in Schutt und Asche
Die Attentäter von Bombay wollten das Luxus-Hotel "Taj Mahal" in die Luft sprengen. Das gab der 21-jährige Azam Amir Kasav bei seiner Vernehmung an. Das historische Gebäude, das als ein Wahrzeichen der westindischen Finanzmetropole gilt, sollte dem Erdboden gleich gemacht werden.

So schaut das Taj Mahal jetzt aus:

Verheerender Plan
In der Nähe des riesigen Gebäudes fanden die Behörden alle Zutaten für einen monströsen Anschlag im Stile von 9/11: Mehrere Bomben, Handgranaten und zwei Kisten mit je 8 Kilo RDX – einem hochexplosiven Plastiksprengstoff. „Wir haben dermaßen viel Munition bei ihnen gefunden – es ist offensichtlich, dass sie vorhatten, 5.000 Menschen umzubringen“, sagte ein hoher Regierungsbeamter des Bundesstaates Maharashtra.

Riesiges Glück also für das Ehepaar aus Wien, dass das Drama miterlebte: Sie entkamen nach sieben Stunden aus dem Hotel.

High­tech-Killer
Bei den Terroristen handelt es sich offenbar um eine neue Generation von Hightech-Killern. So wurden nicht nur hochmoderne GPS-Geräte und Satellitentelefone gefunden. Jeder der Attentäter hatte ein eigenes Blackberry­Telefon dabei. Die Männer waren auf alles vorbereitet: Mit den Handys verfolgten sie von den besetzten Hotels aus via Internet (z.B. BBC) die Berichterstattung über sich selbst ganz genau.

Terror-Kids
Wie die Terroristen nach Bombay kamen, war zunächst unklar. Meldungen, wonach einige der Männer bereits seit Wochen als Studenten getarnt in der Millionenmetropole untergetaucht waren, wiesen die Behörden zurück. Klar ist: Zumindest ein Teil der Terroristen kam über das Meer in die Stadt. Von Pakistan aus überfielen die Männer vor der Küste Indiens ein Boot der Küstenwache, töteten einen Offizier. Der zweite musste sie vor die Küste Bombays bringen. Vier Seemeilen vor der Stadt töteten sie den zweiten Offizier, legten mit bereitgestellten Schlauchbooten die letzten Kilometer zurück. Wenige Stunden später begann das Morden.

600 Menschen gerettet
Die indischen Sicherheitskräfte haben ganze Arbeit geleistet: über 600 Menschen wurden aus den drei von Angreifern besetzten Gebäuden in der Metropole Bombay befreit. Aus dem "Taj Mahal" haben Eliteeinheiten 300 Menschen in Sicherheit gebracht, aus dem Hotel Oberoi Trident sind 250 Menschen gerettet worden, aus dem Jüdischen Zentrum Nariman weitere 60.

Insgesamt starben 172 Menschen, die Zahl wurde nach unten korrigiert. Sie könnte aber wieder steigen, da noch nicht alles abgesucht wurde. Die Geiselnahme ging am frühen Samstagmorgen zu Ende.

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