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Russische Spione gingen ins Netz

Vor Ukraine-Wahl

© EPA

Russische Spione gingen ins Netz

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat wenige Tage vor der Präsidentenwahl einen russischen Spionagering gesprengt. Die im Auftrag des russischen Geheimdienstes FSB agierenden fünf Männer seien in Odessa am Schwarzen Meer auf frischer Tat gefasst worden, teilte SBU-Chef Valentin Naliwajtschenko am Dienstag in Kiew mit. Die Agenten hätten für 2000 Dollar (1440 Euro) militärische Staatsgeheimnisse von einem ukrainischen Beamten kaufen wollen.

Warnungen von Timoschenko
Bei der Festnahme seien auch ein Kugelschreiber mit einer Videokamera, Diktiergeräte und andere Datenspeicher beschlagnahmt worden. Der FSB in Moskau bestätigte die Festnahme, der Hauptverdächtige sei in Untersuchungshaft, die vier anderen Spione seien ausgewiesen worden.

Die prowestliche Regierungschefin Julia Timoschenko, die gegen den prorussischen Oppositionsführer Viktor Janukowitsch bei der Präsidentenwahl am Sonntag (7. Februar) antritt, hatte vor umstürzlerischen Versuchen gewarnt. SBU-Chef Naliwajtschenko sagte, dass die mutmaßlichen Täter den ukrainischen Beamten erpresst und bedroht hätten, um an die Informationen zu gelangen. Dem Staat sei kein Schaden entstanden. Naliwajtschenko kündigte verstärkte Sicherheitsvorkehrungen bis zum Ende der Abstimmung an.

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