Sarkozy schadet der EU und ganz Europa

Tschechiens Klaus

© AP

Sarkozy schadet der EU und ganz Europa

Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy, dessen Land den EU-Vorsitz hat, schadet nach Auffassung seines tschechischen Amtskollegen Vaclav Klaus der EU und ganz Europa. Klaus deutete dies in einem Interview mit dem tschechischen TV-Kanal "Z1" an, ohne jedoch selbst Sarkozy direkt zu nennen.

Auf eine Frage, ob Leute wie Sarkozy nicht Feinde Europas seien und ob sie Europa nicht schadeten, antwortete Klaus, die europäische Idee sei schon seit 2.000 Jahren auf dem Respektieren von unterschiedlichen Auffassungen gegründet. "Das ist die Idee Europas und diese Leute (wie Sarkozy, Anm.) treten diese grundlegende Idee mit Füssen. Ich würde wagen, über diese Leute zu sagen, dass sie äußerst antieuropäisch sind", betonte Klaus. Laut Klaus lehnt Sarkozy ab, jegliche Kritik der EU anzunehmen. "Das ist, denke ich, wirklich ein Schaden der EU und Europas", meinte das tschechische Staatsoberhaupt, das durch seine euroskeptischen Auffassungen und ablehnende Haltung zum EU-Reformvertrag bekannt ist.

Klaus kritisierte Sarkozy eine Woche vor dem Beginn des tschechischen EU-Vorsitzes. Kürzlich hatte Sarkozy indirekt eine Kritik an Klaus geübt, indem er erklärt hatte, dass in Tschechien nicht auf allen öffentlichen Gebäuden die EU-Flaggen wehten. Das ist vor allem der Fall der Prager Burg, des Sitzes des tschechischen Staatspräsidenten. Klaus hatte bereits bei seiner ersten Wahl zum Staatschef 2003 betont, auf der Prager Burg werde keine EU-Flagge neben der tschechischen wehen. Eine Ausnahme werde der Besuch einer EU-Delegation auf der Prager Burg sein, hatte Klaus gesagt.

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