US-Senator nach Toiletten-Affäre unter Druck

Washington

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US-Senator nach Toiletten-Affäre unter Druck

Nach Ermittlungen wegen "unzüchtigem Verhalten" auf einer Herrentoilette ist der konservative US-Senator Larry Craig unter politischen Druck geraten. Der republikanische Politiker wurde nach Informationen der Zeitung "Roll Call" bereits am 11. Juni von einem Zivilbeamten der Polizei verhaftet, der Hinweisen auf "unzüchtiges Verhalten" auf einer Herrentoilette des Flughafens Minneapolis nachging. Craig akzeptierte die Vorwürfe und zahlte eine Strafe von 775 Dollar (567 Euro), wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht.

Seit 25 Jahren im Senat
Der 62-jährige verheiratete Politiker vertritt den US-Staat Idaho seit mehr als einem Vierteljahrhundert im Kongress. Nach drei Amtszeiten im Senat steht die Neuwahl im nächsten Jahr an. Craig hat bisher noch nicht erklärt, ob er ein weiteres Mal kandidieren will. Im Kongress hat er sich stets gegen eine Eheschließung von Homosexuellen und gegen einen besonderen Schutz für schwule und lesbische Verbrechensopfer eingesetzt. Bereits seit den 80er Jahren war der Politiker allerdings wegen seiner sexuellen Orientierung ins Gerede gekommen, zuletzt in einem Blog im Oktober vergangenen Jahres. Craig hat jedoch alle derartigen Veröffentlichungen als lächerlich zurückgewiesen.

Matt Foreman von der National Gay and Lesbian Task Force warf Craig Heuchelei vor und sagte: "Was ist los mit gewählten Offiziellen wie Senator Craig? Sie treten für sogenannte Familienwerte ein und bekämpfen einen grundlegenden Schutz für Schwule, während sie bei anderen Männern heimlich Sex suchen."

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