Mehrere Verletzte

Terrorverdacht: Mann schießt aus Auto - ein Toter

Polizisten sichern eine Tankstelle nach einer Schießerei, bei der es Tote und Verletzte gab.
© APA/AFP/DIMITAR DILKOFF
Ein Mann in einem Auto hat in zwei Gemeinden in Trappes, in der Nähe von Paris auf offener Straße mehrere Schüsse abgefeuert.
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Es gebe mindestens einen Toten und vier Verletzte, teilte die französische Nationalpolizei mit. Eine Person sei schwer verletzt. Der Mann aus dem Wagen sei festgenommen worden. Der Vorfall ereignete sich im Département Yvelines, das im Westen der Großraumregion Paris liegt. Zum Hintergrund gab es zunächst keine Informationen.

Zunächst fielen Schüsse in der Gemeinde Trappes, dann fuhr der Mann den Angaben nach weiter in die angrenzende kleine Gemeinde La Verrière. Der Täter scheine "wahllos geschossen zu haben und darauf aus gewesen zu sein, ein Massaker anzurichten", sagte Ali Rabeh, Bürgermeister von Trappes, gegenüber dem Sender BFMTV. Er berichtete weiter, unter den Verletzten befinde sich ein 12-jähriges Mädchen. Der Schütze wohne in einer nahe gelegenen Stadt.

Polizeieinsatz mit Motorrädern und Einsatzfahrzeug an einer Tankstelle nach einer Schießerei.
© APA/AFP/DIMITAR DILKOFF

Der französische Premierminister Sébastien Lecornu schrieb auf der Plattform X, dass die Terror-Staatsanwaltschaft in Paris angekündigt habe, die Lage zu beobachten. Sicherheits- und Justizbehörden seien in vollem Einsatz. Es handle sich um "sehr ernste Vorfälle".

Angespannte Sicherheitslage in Frankreich

Die Tat trifft das Land in einer ohnehin extrem angespannten Phase. Frankreich bereitet sich aktuell mit großem Polizeiaufgebot auf landesweite Demonstrationen gegen die Teuerung vor. Aus Sorge vor Ausschreitungen schließen bedeutende Museen ihre Pforten, und die Regierung verstärkt die Präsenz auf den Straßen massiv.

Gleichzeitig bleibt die generelle Bedrohungslage im Großraum Paris hoch. Auch wenn größere Attentate in den vergangenen Jahren durch Sicherheitsbehörden vereitelt werden konnten, wirken historische Terrorakte wie jener vom November 2015 sowie die Ermordung des Lehrers Samuel Paty in der Pariser Banlieue bis heute nach. Trappes selbst stand in der Vergangenheit bereits mehrfach im Fokus gesellschaftlicher Spannungen, nachdem ein lokaler Lehrer wegen Sicherheitsbedenken bedroht worden war. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

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