Die ungewöhnlich hohen Wassertemperaturen könnten das weltweite Klima in den kommenden Monaten zusätzlich anheizen. Welche Folgen das für den Winter in Österreich hat, lässt sich allerdings noch nicht zuverlässig vorhersagen.
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"Was sich da gerade vor der Küste Südamerikas abspielt, ist schon fast unheimlich", schreibt der Meteorologe Dominik Jung in seiner Wetterkolumne für den Merkur. Teile des östlichen Pazifiks seien demnach bereits deutlich wärmer als üblich. Nach den in seinem Beitrag angeführten Einschätzungen der US-Wetterbehörde besteht zudem eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich El Niño bis zum Jahresende weiter verstärkt. Damit könnte das Ereignis zu den stärksten seit Beginn der Messungen zählen.
Weiße Weihnachten bleiben offen
Ob Österreich und Mitteleuropa dadurch einen schneereichen Winter erleben, ist laut Jung keineswegs ausgemacht. Zwar gebe es Hinweise darauf, dass in manchen starken El-Niño-Wintern gegen Ende der Saison häufiger Kaltluft aus Nordosten nach Europa gelangt. Ein verlässlicher Zusammenhang für das Weihnachtswetter lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Für Österreich gilt deshalb: Ob es zu Weihnachten schneit oder mild und nass bleibt, hängt von der konkreten Wetterlage ab. Das Pazifikphänomen allein erlaubt keine sichere Vorhersage.
Größere Auswirkungen werden bei den globalen Temperaturen erwartet. El Niño kann die ohnehin bestehende Erderwärmung zusätzlich verstärken, wobei sich Effekte häufig zeitverzögert zeigen. Jung hält daher ein weiteres globales Temperaturrekordjahr 2027 für möglich. Auch extreme Hitze, Dürren und Starkregen könnten in verschiedenen Weltregionen zunehmen.
Ein neues globales Rekordjahr und besonders heiße Sommermonate 2027 sind allerdings mögliche Szenarien und noch keine Gewissheit. Wie sich die Wetterlage in Österreich entwickelt, muss anhand der kommenden saisonalen Prognosen und kurzfristigen Vorhersagen beurteilt werden.
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