Teurer City-Stromer

Start für Daimlers neuen E-Smart

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Die Elektroversion kostet fast doppelt so viel wie ein Standard-Smart.

Bis zur Wettbewerbsfähigkeit batteriebetriebener Autos ist es noch ein langer Weg - das zeigt auch die Preisgestaltung der dritten Generation des Elektro-Smarts aus dem Hause Daimler. Der offiziell " smart fortwo electric drive " (Diashow oben) genannte, komplett elektrisch angetriebene Zweisitzer ist in Österreich ab sofort bestellbar und kostet inklusive Batterie 24.570 Euro (Cabrio: 27.700 Euro). Zur Einordnung: Laut Preisliste startet der Smart fortwo -Benziner hierzulande bei 10.180 Euro ("pure" mit 61 PS). Die vergleichbare Ausstattungsvariante "passion", auf deren Basis der E-Smart angeboten wird, liegt bei 13.598 Euro (71 PS).

Zwei Benziner oder ein Stromer
Damit kostet der Batterieflitzer rund 10 000 Euro mehr. Im Vergleich zum günstigsten Smart-Benziner liegt der Preisaufschlag bei rund 130 Prozent. Auf dieser Rechenbasis könnte ein Interessent für den Gegenwert des Stromers auch zwei Benziner kaufen und trotzdem noch sparen. Den (Preis-)Vergleich mit anderen E-Autos muss der Zweisitzer aber nicht scheuen. Denn auch die Konkurrenten können nicht zaubern und verlangen für die E-Technik dementsprechend mehr.

Alle technischen Infos des neuen E-Smart können Sie her nachlesen .

Batterien kann man auch Mieten
Daimler begegnet der teuren Technik, wie Renault bei seinen Z.E.-Modellen ( Fluence , Twizy , etc.) daher mit einem Miet-Modell für die Batterie. Ohne den Antriebsakku kostet der E-Smart "nur" noch 19.420 Euro (Cabrio: 22.530) - immerhin fast 5.000 Euro weniger. Die Batterie muss dann aber für 65 Euro im Monat dazugemietet werden. Aufs Jahr gesehen sind das 780 Euro. Wenn jemand das Auto vier Jahre fährt, summiert sich die Miete auf 3.120 Euro.

City-Flitzer
Der 55 kW-starke E-Smart braucht den Angaben zufolge aus dem Stand 4,8 Sekunden, um Tempo 60 zu erreichen. Der Sprint auf Tempo 100 dauert 13 Sekunden, die Spitze liegt bei 120 km/h. In der Stadt schwimmt der Kleine also problemlos mit. Emissionsfrei sind die Autos nur indirekt - denn der Strom für die Batterie kommt überwiegend Quellen wie Gas, Kohle oder Atomkraft. Ein aufgeladener E-Smart kommt 145 Kilometer weit. Ein Wert der für Pendler und Stadtbewohner ausreichen dürfte. Über Nacht kann er zu Hause über eine gewöhnliche Steckdose geladen werden.

Konkurrenz
Von den deutschen Automarken ist bei uns schon der Opel Ampera als E-Auto zu haben. Er hat einen Zusatzmotor ("range extender") für längere Strecken und ist streng genommen technisch identisch mit dem Chevrolet Volt aus dem Opel-Mutterkonzern GM in den USA. VW bringt seinen E-Golf 2013 serienmäßig auf den Markt, BMW plant auch für das nächste Jahr den i3 . Ausländische Hersteller, etwa Nissan ( Leaf ), Renault, Mitsubishi und Toyota, sind bei der E-Mobilität weiter als die deutschen Autobauer.

Starttermin und Ziele
Ein Daimler-Sprecher bekräftigte das Ziel, nächstes Jahr weltweit "eine fünfstellige" Zahl an E-Smarts zu verkaufen. Die Markteinführung wird in Österreich im Herbst starten, die volle Lieferfähigkeit wird ab Frühling 2013 bestehen.

Fotos vom Facelift (Februar 2012) des "normalen" Smart :

Fotos vom Facelift des Smart fortwo 2012

Smart verpasst der zweiten Generation des fortwo ein kleines Facelift. Am umfangreichsten fallen die Modifikationen an der Front aus. Hier...

...gibt es einen größeren Kühlergrill mit integriertem Logo, eine neue Schürze und auf Wunsch waagerecht angeordnete LED-Tagfahrleuchten.

Seitlich sollen neue Schweller für mehr Dynamik sorgen. Hinten rundet die modifizierte Heckschürze die optische Auffrischung ab.

Darüber hinaus sollen eine größere Auswahl an Farben und Felgen für mehr Pepp sorgen.

Innen gibt es wertigere Materialien, neue Sitzbezüge und neue Farbkombinationen.

Der Zweisitzer mauserte sich in den letzten Jahren zu einem Bestseller, von dem mittlerweile über 1,3 Millionen Einheiten verkauft wurden.

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