Amazon: 1. Dämpfer für Online-Riesen

Abflauen des Shoppingbooms

Amazon: 1. Dämpfer für Online-Riesen

Im Lockdown blühte das Geschäft im Netz – Impfungen bremsen jetzt Umsätze.

Seattle. Während sich Unternehmensgründer und Multi-Multi-Milliardär Jeff Bezos erst kürzlich mit ­einer Rakete ins Weltall schoss, gerät Amazon beim Wachstum ins Stocken. Der Online-Riese legte nun einen enttäuschenden Quartalsbericht vor:

Amazon verfehlte die hohen Markterwartungen. In den drei Monaten bis Ende Juni steigerte der Konzern den Nettogewinn im Jahresvergleich um 50 Prozent auf 7,8 Milliarden Dollar (6,6 Mrd. Euro). Die Erlöse wuchsen um 27 Prozent auf 113,1Mrd. Dollar –das liegt unter den von Analysten vorhergesagten 115,2 Milliarden Dollar. Vor allem die Um­sätze im Online-Handel stiegen nur um 13 Prozent, in den letzten beiden Quartalen waren es noch 40 %.

Für Enttäuschung sorgte aber die Prognose für das laufende Vierteljahr. Der Konzern stellte Erlöse von bis zu 112 Mrd. Dollar in Aussicht, eine Abschwächung des Wachstums auf maximal 16 Prozent.
Grund ist dafür auch die steigende Impfquote – daher gingen Menschen wieder mehr in den Einzelhandel einkaufen.