Apple-Geschäfte quollen über

Ansturm auf iPad in USA

Dem Computerhersteller Apple ist es wieder gelungen, den Verkaufsstart eines neuen Produkts als weltweites Ereignis zu zelebrieren. Schon Stunden, bevor der neue Tablet-Computer am Samstag in die 221 amerikanischen Geschäfte kam, warteten tausende Käufer auf das iPad.

Vor dem großen Geschäft an der New Yorker Fifth Avenue mussten Ordner die Begeisterten zurückhalten, die Stimmung war aber friedlich. So wie im Big Apple sah es auch in anderen Städten aus. In Richmond, Virginia warteten rund hundert Menschen auf die Geschäftsöffnungen.

An der Wall Street wird mit großer Spannung verfolgt, ob sich Apples Hoffnungsträger zum Verkaufsschlager entwickelt. Eines wurde aber deutlich: Der iPad-Verkaufsstart löste einen deutlich geringeren Ansturm aus als der des iPhones im Jahr 2007. Damals hatte Apple nach 74 Tagen das millionste Gerät verkauft.

Das iPad konnte in den USA bereits seit Mitte März im Internet bestellt werden. Denjenigen, die früh genug orderten, wurden die Geräte - eine Art Mischung aus Laptop und Smartphone - am Samstag nach Hause geliefert. Analysten schätzen, dass bei Apple bisher mehrere Hunderttausend Bestellungen eingingen. Für das erste Jahr wird mit einem Absatz von vier bis sieben Millionen iPads gerechnet. Einige Branchenbeobachter schätzen zuvor, dass Apple zum Verkaufsstart mehr der etwa DIN-A4-großen Rechner losschlagen werden könne als iPhone-Handys bei deren Premiere 2007.

Das kleinste iPad - mit 16 Gigabyte Speicher und ohne Mobilfunkanschluss - kostet in den USA zunächst 499 Dollar, die teuerste Version mit 64 Gigabyte Speicher und UMTS kostet 829 Dollar. Ein Verkaufstermin für Österreich ist bisher noch nicht bekannt. Auch die Euro-Preise stehen noch nicht fest.