Mitarbeiterstand soll auf rund 6.000 reduziert werden

AUA revidiert den Geschäftsplan

Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hat im Aufsichtsrat der neuen Tochter Austrian Airlines (AUA) nicht ganz unbekannte Forderungen zu Ohren bekommen. Der AUA-Bord-Betriebsrat pocht auf Arbeitsplatzsicherheit für AUA-Copiloten, also eine Art Kündigungsschutz, und sieht eigene Crew-Leute gegenüber Tyrolean benachteiligt. Der Boden-Betriebsrat wiederum verlangt für Wartung/Technik eine Art "Standortgarantie".

Das fliegende Personal der AUA trifft am Mittwochfrüh (24.2.) am Airport zu einer Betriebsversammlung zusammen, die Belegschaftsvertretung Bord wird dort als "Gast" vertreten sein. Eine eigene Betriebsversammlung bereiten die Boden-Beschäftigten für die nächsten Wochen vor, wo wiederum Piloten- und Flugbegleitervertreter als Gäste eingeladen werden. Morgen stimmen sich die Betriebsräte in einer Betriebsratssitzung ab.

Dem Vernehmen nach gibt es revidierte Businesspläne bei der AUA. Gerüchte, wonach die Mitarbeiterzahl noch stärker nach unten geht als bisher geplant (also möglicherweise unter 6.000) werden auch von den Belegschaftsvertretern nicht bestätigt, vom AUA-Management schon gar nicht.

Für die in Wien stationierte AUA-Technik urgiert die Arbeitnehmervertretung, dass endlich Daten auf den Tisch gelegt werden, welche Effekte die künftige strategische Arbeitsteilung im Lufthansa-Konzern bringen soll. Evaluiert wird, welche Arbeiten in Wien geleistet und welche künftig ausgelagert werden.

Etliche Spezialisten aus Wien hoffen, in anderen Lufthansa-Basen unterzukommen. Anfang März wird ein Expertenteam der deutschen Mutter erwartet. Da soll beraten werden, wieviele AUA-Flugzeugtechniker möglicherweise an offene Stellen an anderen Standorten der Lufthansa-Gruppe wechseln könnten. Das sei billiger als teure Sozialpakete zu schnüren, meint man in der Arbeitnehmerschaft.

Sprecher: Keine verschärfte Job-Reduktion

Das Unternehmen stellte unterdessen in Abrede, sich nach neuen, strikteren Businessplänen zu orientieren und beteuert, man verfolge keine verschärften Personalabbaupläne. "Unsere Vorgaben gelten unverändert, das gilt für das Ergebnis, aber auch für die Personalplanung", sagte AUA-Sprecher Martin Hehemann.

Nach wie vor gelte, "dass wir bis Jahresende den Mitarbeiterstand auf rund 6.000 reduzieren wollen"; in dieser Zahl enthalten seien allerdings auch Mitarbeiter, die in Tochterfirmen der zu Lufthansa gehörenden Fluglinie beschäftigt würden, sagte der Sprecher. Dies gelte sowohl für die Beschäftigten in der Tyrolean als auch für jene in einer neuen Call Center-Tochter.