Berlakovich:Wirtschaft und Gesundheit als Profiteure

49.000 t weniger CO2 durch Radprojekte

Eine Zwischenbilanz über den vor drei Jahren gestarteten "Masterplan Radfahren" zog Umweltminister Niki Berlakovich (V) im Rahmen eines Elektrorad-Rennens auf der Großglockner-Hochalpenstraße. Bisher wurden 11,8 Mio. Euro in Rad-Projekte gesteckt, die ein Investitionsvolumen von 48 Mio. Euro ausgelöst haben. Ziel des Masterplanes ist eine Verdoppelung des Radverkehrsanteils in Österreich auf zehn Prozent.

133 Gemeinden, Schulen, Betriebe, Verwaltungen und Tourismuseinrichtungen wurden bisher gefördert, die Projekte würden im Jahr über 49.000 t an CO2 einsparen, sagte der Minister bei einem Pressegespräch nach dem Rennen. Unterstützung erhält auch das Land Salzburg. Dieses will bis 2015 sein Radwegenetz um 100 auf 750 km ausbauen und erhält dafür 900.000 Euro Zuschuss des Bundes für dieses 7,5-Mio.-Euro-Projekt.

Würden in Österreich alle Wege unter fünf Kilometer mit dem Rad zurückgelegt, gäbe es nur mehr die Hälfte aller Autofahrten, so Berlakovich. Aber nicht nur für die Umwelt hätte mehr Radfahren positive Bedeutung, sondern auch für die Gesundheit und auch für die Wirtschaft: Eine Studie des Lebensministeriums und der Wirtschaftskammer beziffert die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte durch die Radwirtschaft in Österreich mit 882,5 Mio. Euro und geht von über 18.000 gesicherten Arbeitsplätzen aus.

Mit dem heutigen Radgipfel will das Ministerium auf die Bedeutung des Radfahrens aufmerksam machen. Dabei haben Politiker, Wirtschaftstreibende und Sportler die Königsetappe der Österreich-Radrundfahrt zum Fuscher Törl auf sogenannten Pedelecs (Elektro-Fahrräder, bei denen der Elektromotor nur beim Treten unterstützt) bezwungen.