Keine Neuausschreibung bis Anfang Oktober

Hauptbahnhof Wien: Ausschreibungsstopp wird geprüft

Dass die ÖBB einen Teil der Bauarbeiten für den neuen Wiener Hauptbahnhof neu ausschreiben, beschäftigt nun das Bundesvergabeamt. Betroffene Baufirmen haben sich laut Medienberichten an die Behörde gewandt, weil die ÖBB ihr Angebot als "wirtschaftlich nicht nachvollziehbar" zurückgewiesen haben sollen. Die Firmen setzen sich damit gegen den Vorwurf zur Wehr, zu teure Angebote abgegeben zu haben.

Das Bundesvergabeamt wird bis Anfang Oktober nun prüfen, ob der Widerruf der Ausschreibung gerechtfertigt war. Bis dahin darf es keine Neuausschreibung geben. Bei dem fraglichen Projekt handelt es sich um die "Verkehrsstation", also das eigentliche Bahnhofsgebäude. Die entsprechenden Angebote sollen um 30 bis 40 Mio. Euro über den marktüblichen Preisen gelegen sein.

Eine Sprecherin der ÖBB bestätigte im Gespräch mit der APA das Prüfansuchen der Firmen. Eine Verzögerung beim Projekt soll es dadurch aber nicht geben, hoffte sie. Die Bundesbahnen haben zuletzt bereits betont, dass solche bereits beim Zeitplan "miteingerechnet" worden seien.