bwin.party rechnet für 2013 mit Umsatzeinbruch

Der börsenotierte Online-Glücksspielkonzern bwin.party, der aus der Fusion der österreichischen bwin mit der britischen PartyGaming hervorgegangen ist, musste im ersten Halbjahr in allen Spielbereichen Erlösrückgänge hinnehmen und schraubt seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr nach unten.

Börsianer finden das gar nicht gut: Die Aktie brach am Freitag in London zeitweise um mehr als 17 Prozent ein. Die fünfprozentige Dividendenerhöhung für das Halbjahr auf 1,80 Pence konnte den Verkaufsdrang offenbar nicht stoppen.

Im den ersten sechs Monaten 2013 hat bwin.party 342,5 Mio. Euro umgesetzt, um 16 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Sowohl bei den Sportwetten (118,3 Mio. nach 128,1 Mio. Euro) als auch im Online-Casino-Bereich (110,8 Mio. nach 139,7 Mio. Euro) schrumpften die Erträge. Auch Poker ging stark zurück (62,3 Mio. nach 96,4 Mio. Euro), ebenso Bingo (27,2 Mio. nach 31,5 Mio. Euro).

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus fortgeführten Geschäftsbereichen sackte auf 60,7 Mio. Euro nach 92,3 Mio. Euro ab. Zu schulden war dies laut Konzernangaben vom Freitag unter anderem der Einführung einer Sportwettensteuer in Deutschland im Juli 2012; außerdem hat bwin.party in Spanien Internetcasinos geschlossen und in Belgien wurden User durch Internetprovider blockiert. Der Verlust nach Steuern verringerte sich auf 11,6 Mio. nach 21,3 Mio. Euro.

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