Deutsche Börse nach Fusions-Aus mit Plan B auf Wachstumskurs

Die Deutsche Börse rechnet trotz der gescheiterten Fusion mit der New Yorker NYSE Euronext mit einem starken Jahr. Der DAX-Konzern gehe "aus einer Position der Stärke in das Geschäftsjahr 2012", sagte Vorstandschef Reto Francioni am Dienstag in Frankfurt.

Persönliche Konsequenzen nach dem Veto der EU-Kommission gegen die Fusion schloss der Schweizer klar aus: "Wir haben keine Fehler gemacht, wir sind erst von Brüssel gestoppt worden." Er werde seinen bis Ende Oktober 2013 laufenden Vertrag erfüllen. Der Frankfurter Marktbetreiber prüfe weiterhin eine Klage gegen das Nein aus Brüssel, betonte Francioni. "Eine Entscheidung dazu fällt, wenn wir die Begründung zur Untersagung gründlich juristisch analysiert und bewertet haben." Die EU-Kommission hatte vor knapp zwei Wochen den seit einem Jahr geplanten Zusammenschluss zur weltgrößten Börse verboten. Die Wettbewerbshüter befürchteten einen Quasi-Monopolisten im Handel mit Derivaten, also Finanzwetten.

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