Speicherchip-Geschäft ist verlustbringend

Fujitsu fährt Geschäft mit Speicherchips zurück

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Der japanische IT-Konzern Fujitsu will sein verlustbringendes Geschäft mit Speicherchips verkleinern. Dazu senkt der ehemalige Siemens-Partner die Fixkosten der Sparte, beendet seine Investitionen in die Neuentwicklung innovativer Chips und konzentriert sich auf seine stärksten Produkte. Der größte IT-Dienstleister Japans beschleunigt damit seinen Umbau zu einem Service-Anbieter, wie es IBM und Hewlett-Packard vorgemacht haben. Das Programm soll 80 Mrd. Yen (596 Mio. Euro) einbringen.

"Der Chip-Umsatz geht in diesem Jahr zurück, und er wird nicht viel zulegen in der Zukunft", sagte der Chef der Sparte Microelectronics, Haruki Okada. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit Umsatzeinbußen von 25 Prozent bei System- und Microkontrollchips, die in Digitalkameras über Autos bis zu Supercomputern eingebaut werden.

Die Halbleiterbranche leidet weltweit unter den Folgen der Wirtschaftskrise und Überkapazitäten. In Deutschland war die ehemalige Infineon-Tochter Qimonda Anfang des Jahres wegen des Preisverfalls seiner Chips zusammengebrochen.

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