Skype-Gründer weiten Klagen aus

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Beim milliardenschweren Verkauf des Internettelefonie-Dienstes Skype an eine Investorengruppe kommen immer neue Hürden auf. Die zwei skandinavischen Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis weiteten ihre Klagen im Zusammenhang mit dem Deal aus.

Einem früheren Manager, der inzwischen Partner bei einem der Skype-Käufer ist, wird Missbrauch vertraulicher Informationen vorgeworfen, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag (18.9.). Er habe sie dazu benutzt, das Geschäft einzufädeln.

Erst Anfang des Monats hatte der bisherige Eigentümer eBay bekanntgegeben, 65 Prozent von Skype für rund 1,9 Mrd. Dollar in bar an eine Gruppe rund um den Internet-Pionier und Netscape- Gründer Marc Andreessen zu verkaufen. EBay hatte Skype im Jahr 2005 für 2,6 Mrd. Dollar den zwei Gründern abgekauft, sie machen jedoch geltend, dass sie die Rechte an einer Schlüsseltechnologie für Skype behalten hätten. Mitte dieser Woche klagten die Skype-Gründer über ihre Firma Joltid gegen Skype, ebay und die Investoren mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzung.

Ebay konterte nach der ersten Klage, sie basiere auf fundamentalen rechtlichen und inhaltlichen Irrtümern. Das weltgrößte Online- Auktionshaus hatte auch bereits angekündigt, als Ersatz für die Joltid-Technologie an einer eigenen Lösung zu arbeiten.

Nun klage neben Joltid auch eine weitere Firma der beiden Internet-Unternehmer, der Onlinevideo-Dienst Joost, gegen seinen früheren Chef Michelangelo Volpi und dessen neuen Arbeitgeber Index Ventures, einen der Skype-Käufer.

Bei Skype können Nutzer via Internet telefonieren und sich über Textnachrichten unerhalten. Der Dienst hat mehr als 480 Millionen registrierte Nutzer, blieb jedoch in den vergangenen Jahren hinter den Geschäftserwartungen von eBay zurück. Das Auktionshaus will 35 Prozent an Skype behalten.

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