Preise blieben unter Druck

US-Computerbauer Dell weiter zurückgefallen

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Der US-Computerbauer hinkt der Konkurrenz weiter hinterher. Zwar kaufen die Kunden wieder. Doch der Konzern schaffte es im Schlussquartal (Ende Jänner) nicht, den um 11 % höheren Umsatz von 14,9 Mrd. auch in Gewinn umzumünzen. Das Ergebnis fiel binnen eines Jahres wegen höherer Zinsaufwendungen und Steuern um 5 % auf unterm Strich 334 Mio. Dollar.

Zudem blieben die Preise unter Druck, wie aus der Bilanz hervorgeht. Umsatzmäßig legte vor allem das Servicegeschäft kräftig zu. Dell hatte Mitte letzten Jahres den IT-Dienstleister Perot Systems übernommen.

Das angestammte Hardware-Geschäft mit Heimcomputern, Laptops, Bildschirmen, Großrechnern oder Druckern wuchs ebenfalls. In erster Linie waren es die Privatkunden und die öffentliche Hand, die zuschlugen. Aber auch die Firmenkunden, die sich in der Krise stark zurückgehalten hatten, investierten wieder in neue IT.

Dell gab sich "vorsichtig optimistisch", dass die wiedergekehrte Kauflaune der Geschäftskunden auch im laufenden Geschäftsjahr anhält. Dell habe sein Angebot durch Produktneuheiten und Übernahmen stark ausgebaut, sagte Konzernchef und Gründer Michael Dell. Die Anleger waren uneins, ob sie den Worten Glauben schenken sollten: Die Aktie pendelte nachbörslich um den Schlusskurs.

Am Vortag hatte Erzrivale Hewlett-Packard seine Zahlen präsentiert. Auch sein Umsatz war deutlich gestiegen, anders als bei Dell legte zugleich aber auch der Gewinn massiv zu auf 2,3 Mrd. Dollar. Das Kunststück war der Konzernführung durch eisernes Sparen und durch den zeitigen Ausbau des lukrativen Servicegeschäfts gelungen.

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