E.ON steht 2011 vor Krisenjahr

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Der größte deutsche Energiekonzern E.ON steht vor einem der schwierigsten Jahre seiner Geschichte. Die erstmals fällig werdende Atomsteuer, Verluste beim Gas und ein schwächeres Stromgeschäft werden die Gewinne des Unternehmens kräftig nach unten drücken. Bei der Bilanzvorlage bezifferte Vorstandschef Johannes Teyssen allein die Kosten der Brennelementesteuer auf knapp eine Milliarde Euro.

Insgesamt könne der bereinigte Überschuss um bis zu 32 Prozent auf zwischen 3,3 Mrd. und 4,0 Mrd. Euro schrumpfen, nach knapp 5 Mrd. Euro im vergangenen Jahr. Wegen des Überangebots an Gas sowie der Ölpreisbildung bei langfristigen Liefervertragen rechnet der Vorstand in diesem Jahr zudem mit Verlusten beim Gas in Höhe von rund einer Milliarde Euro. Das Geschäft bleibe unter Margendruck, weil die Einkaufspreise der langfristigen Lieferverträge über den aktuell zu erzielenden Verkaufspreisen lägen. Mit Nachdruck verhandelt E.ON derzeit mit Lieferanten wie Gazprom über Preissenkungen.

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