EU hofft auf Gelder aus China

Hebelung des EFSF

EU hofft auf Gelder aus China

Die EFSF-Wirkungskraft soll auf 1,4 Billionen Euro steigen.

Die Wirkungskraft des Euro-Schutzschirmes EFSF werde durch die beim EU-Gipfel beschlossene Hebelung um fats 4 bis 5-fache auf 1,4 Billionen Euro steigen, sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy nach Ende der Beratungen. Die Banken werden 30 Mrd. Euro an Garantien erhalten, wenn sie auf 50 Prozent ihrer Forderungen gegenüber Griechenland verzichten. Der Verzicht entspreche einem Wert von 100 Mrd. Euro. Die Bankenbeteiligung sei freiwillig, eine Insolvenz ausgeschlossen, so Sarkozy.

Gelder aus China
Die EZB werde nicht an der griechischen Schuldenreduktion beteiligt, so Sarkozy. Dafür hätten Italien und Spanien weitere Reformen angekündigt, um ihrerseits zum Vertrauen in den Euro beizutragen. Noch heute Mittag will Sarkozy mit Chinas Staatspräsident Hu Jintao sprechen. Die EU bemüht sich um eine chinesische Beteiligung bei der Hebelung des EFSF. Auch der IWF solle ein wichtiger Partner beim Fonds werden. Durch die Maßnahmen soll die Verschuldung Griechenlands bis 2020 auf 120 Prozent fallen.Der erweiterte ESFS soll bereits im nächsten Monat einsetzbar sein, kündigte Sarkozy an.

Sarkozy sagte auch, Italien habe den Abgang Bini Smaghis aus der EZB zugesagt. Mit der Bestellung Mario Draghis zum neuen EZB-Chef und dem damit verbundenen Abgang des Franzosen Jean-claude Trichet sind zwei Italiener im EZB-Direktorium vertreten, aber kein Franzose. Sarkozy macht seit einiger Zeit Druck auf Italien, auf einen Sitz zu verzichten.