Wiener Börse, ATX

Wiener Börse

ATX verliert deutliche 1,77 Prozent

Die Bankenaktien stehen europaweit unter Druck.

Die Wiener Börse hat am Mittwoch erneut tiefrot geschlossen. Der ATX fiel deutlich um 37,77 Punkte oder 1,77 Prozent auf 2.092,09 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 15 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.107,00 Punkten.

Für den ATX ging damit bereits der dritte Verlusttag in Folge zu Ende. Nach sehr schwachen Börsenvorgaben von der Wall Street vom Vorabend und aus Asien heute verschärften im Späthandel enttäuschend ausgefallene US-Konjunkturdaten europaweit die Kursverluste. Mit gesunkenen US-Zinserwartungen konnte der Euro zum US-Dollar jedoch klar zulegen.

In Wien gestaltete sich die Meldungslage recht dünn. Erst in der kommenden Handelswoche wird die Berichtssaison an Fahrt aufnehmen.

In einer Branchenbetrachtung stand der europäische Bankensektor am stärksten unter Verkaufsdruck und die heimischen Finanzwerte schlossen sich dem Abwärtssog an. Die Papiere der Raiffeisen Bank International rutschten 7,08 Prozent auf 11,03 Euro ab, nachdem die Titel am Vortag im Zuge positiv aufgenommener Zahlen für 2015 noch um fünf Prozent hochgesprungen waren. Erste Group mussten einen satten Abschlag von 4,10 Prozent auf 25,03 Euro verbuchen.

Leicht erholte Rohölpreise - nach zwei massiven Verlusttagen - führten bei den Ölwerten zu positiven Vorzeichen. Schoeller-Bleckmann verteuerten sich um 1,06 Prozent auf 48,01 Euro und OMV steigerten sich um 0,92 Prozent auf 22,97 Euro.

Mehr als jeweils vierprozentige Kursverluste gab es bei Rosenbauer, UNIQA, Palfinger und AT&S zu sehen. Andritz fielen ungeachtet der Bekanntgabe eines Auftragserhaltes um 2,86 Prozent 41,05 Euro. Die Andritz-Hydro-Tochter hat einen Millionen-Auftrag in Pakistan an Land gezogen. Das Unternehmen soll ein neues Wasserkraftwerk ausrüsten und der Auftragswert beläuft sich auf 65 Mio. Euro.

FACC schwächten sich um 3,09 Prozent 4,70 Euro ab. Nach dem Betrug am oberösterreichischen Luftfahrtzulieferer, bei dem Schaden von rund 50 Millionen Euro entstanden sein dürfte, muss nun die Finanzvorständin gehen.

Wienerberger verbuchten ein vergleichsweise moderates Minus von 0,42 Prozent auf 14,35 Euro. Die Wertpapierexperten der Baader Bank haben ihre Anlageempfehlung für die Aktien des Ziegelherstellers von "Hold" auf "Buy" angehoben. Das Kursziel wurde bei 16,50 Euro bestätigt.

Flughafen Wien fielen leicht um 0,38 Prozent auf 80,74 Euro. Die Raiffeisen Centrobank (RCB) setzte ihr Kursziel für die Aktien des heimischen Airports von 88,00 auf 90,00 Euro nach oben. Gleichzeitig wurde das Anlagevotum wurde auf "Buy" bestätigt.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,14 Prozent, DAX/Frankfurt -1,54 Prozent, FTSE/London -1,28 Prozent und CAC-40/Paris -1,37 Prozent.