Nikkei Börse Tokio

Wochenschluss

Börse Tokio schließt etwas höher

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Nikkei-225 Index stieg 98,04 Punkte oder 0,56% auf 17.490,83 Zähler.

Die Börse in Tokio hat am Freitag vor der Veröffentlichung neuer Daten zum Wirtschaftswachstum etwas höher geschlossen. Weiter spekulierten Anleger, dass Premierminister Shinzo Abe bei einer schwachen Konjunkturentwicklung die geplante Steuererhöhung verschieben könne. Der Nikkei-225 Index gewann 98,04 Punkte oder 0,56 Prozent auf 17.490,83 Zähler.

Für den Topix Index ging es 10,90 Punkte oder 0,78 Prozent aufwärts, er schloss bei 1.400,41 Einheiten. 1.143 Kursgewinnern standen 547 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 129 Titel.

Eine neue Umfrage unter den japanischen Unternehmen zeichnet ein klares Bild: 72 Prozent von 250 befragten Unternehmen sagten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters, sie könnten keine höhere Belastung stemmen. "Es ist hochriskant, die Steuererhöhung in einer Lage vorzunehmen, in der sich der Konsum nicht wie erwartet erholt hat", sagte ein Industriemanager.

Zuletzt hatten sich Gerüchte verdichtet, wonach Premier Abe Neuwahlen ausrufen könne, um sich so Unterstützung für eine Verschiebung der für 2015 geplanten Steuererholung zu sichern. Konkret hieß es, dass er plane, die Erhöhung um eineinhalb Jahre zu verschieben, wenn das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal enttäuschend ausfallen sollte. Die Daten werden am kommenden Montag veröffentlicht.

Bei den Einzelwerten zeigten sich Immobilien-Werte besonders nachgefragt. So legten etwa die Titel von Mitsui Fudosan um 2,19 Prozent auf 3.640 Yen zu. Die Papiere von Mitsubishi Estate gewannen 2,78 Prozent auf 2.861 Yen.

Für Bewegung sorgten Quartalsbilanzen. So sprang die Nexon-Aktie um fast 15 Prozent nach oben, nachdem der Softwarekonzern Analystenschätzung klar übertraf. Der Nettogewinn ist im dritten Quartal bei 13,6 Mrd. Yen zu liegen gekommen, Analysten hatten nur mit 9,3 Mrd. gerechnet.

Klare Einbußen verzeichneten hingegen die Anteilsscheine von Recruit, die 6,62 Prozent auf 3.665 Yen verloren. Der Personalwesen tätige Konzern hatte erstmals seit seinem Börsengang Zahlen vorgelegt. Der Nettogewinn belief sich auf 28,5 Mrd. Yen.

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