Börse Tokio schließt fester

China-Börsen stützen

Börse Tokio schließt fester

Nikkei-225 Index stieg 43,17 Punkte oder 0,48% auf 8.949,87 Zähler.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Donnerstag vor dem Hintergrund der deutlich anziehenden China-Börsen den Handel im Plus beendet. Der Nikkei-225 Index stieg 43,17 Punkte oder 0,48 Prozent auf 8.949,87 Zähler. Der Topix Index schloss mit 745,59 Einheiten und einem Aufschlag von 3,05 Punkten oder 0,41 Prozent.

Die Hoffnung auf stützende Maßnahmen der chinesischen Notenbank hatte in China für eine regelrechte Euphorie unter den Anlegern gesorgt. Am Markt wurde auf Berichte verwiesen, wonach die People's Bank of China vor den Feiertagen der "Goldenen Woche" Gegenmaßnahmen ergreifen wolle, um die dortigen Märkte über wichtigen Kursmarken zu halten. Zuvor hatten jedoch die Unsicherheiten wegen der Schuldenkrise in Europa überwogen und so die Gewinne etwas eingegrenzt. Die Proteste in Spanien gegen das neue Sparprogramm der Regierung würden erneut die Frage aufwerfen, wie die Euro-Schuldenkrise gelöst werden könne, sagten Händler. Zudem gebe es die Sorge, dass die anti-japanische Stimmung in China auf die Ergebnisse japanischer Konzerne durchschlagen könnte.

Unter den Einzelwerten gerieten Toyota in den Fokus. Nach vier Jahren mit sinkenden Marktanteilen peilt Toyota trotz der Absatzkrise wieder Wachstum in Europa an. Allerdings setze der japanische Autobauer dabei auf einen vorsichtigen Kurs mit moderatem Tempo, sagte Toyotas Europa-Chef Didier Leroy. Die Papiere schlossen mit einem Aufschlag von 0,48 Prozent auf 3.115 Yen.

Sumitomo Osaka Cement kletterten um satte 5,32 Prozent auf 277 Yen an die Spitze des Nikkei-225. Furukawa gewannen 4,29 Prozent auf 73 Yen und Kawasaki Kisen Kaisha verbesserten sich um 4,17 Prozent auf 100 Yen. Die Papiere der Aozora Bank rasselten unterdessen über neun Prozent auf 232 Yen nach unten. Klare Abschläge gab es auch in Kobe Steel, die ein kräftiges Minus von 6,25 Prozent auf 60 Yen verzeichneten. Die Titel des angeschlagenen japanischen Elektronikherstellers Sharp gingen mit einem Abschlag von 3,86 Prozent auf 199 Yen aus dem Handel.