Nikkei verliert sechs Prozent

Am Freitag

Börse Tokio schließt mit Kursverlusten

Sorgen um europäische Staatsfinanzen und chinesische Immobilien.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Freitag den Handel mit tieferen Notierungen beendet. Der Nikkei-225 Index verlor 104,72 Punkte oder 1,23 Prozent auf 8.374,91 Zähler. Auf Wochensicht schloss der Leitindex damit 1,64 Prozent tiefer. Der Topix Index schloss mit 719,98 Einheiten und einem Abschlag von 7,73 Punkten oder 1,06 Prozent.

   Erneute Sorgen um die europäischen Staatsfinanzen und Zweifel an der Stabilität chinesischer Immobilienkredite haben den japanischen Aktienmarkt am Freitag in die Tiefe gezogen. In Spanien und Frankreich hatten die Staaten am Donnerstag nur gegen deutlich höhere Zinsen neue Schulden aufnehmen können. In der Vorwoche hatten chinesische Behörden auf die Anfälligkeit von Immobilienkrediten verwiesen, am Morgen vermeldete die chinesische Statistikbehörde sinkende Häuserpreise in vielen beobachteten Städten des Landes. Die japanischen Anleger reagierten mit Verkäufen.

   Schlusslicht im Nikkei-225-Index waren Olympus mit massiven Kursverlusten von 16,33 Prozent auf 625 Yen nach vier aufeinanderfolgenden Tagen mit Gewinnen. Gegen den Medizingeräte- und Kamerahersteller wird von japanischen Behörden wegen des Verdachts ermittelt, Milliardenverluste auf dubiose Weise verschleiert zu haben.

   Unter Druck gerieten auch die Autobauer Mitsubishi Motors (minus 3,16 Prozent auf 92 Yen) und Mazda (minus 2,84 Prozent auf 137,00 Yen) mit jeweils rund drei Prozent Verlust. Nippon Steel (minus 2,75 Prozent auf 177 Yen) lagen ebenfalls mit deutlichen Abschlägen im Minus, nachdem die japanische Stahlproduktion aufs Jahr gesehen leicht zurückgegangen war. Sharp (plus 3,72 Prozent auf 752 Yen) und TDK (plus 3,54 Prozent auf 3.660 Yen) gehörten mit Gewinnen erneut zu den stärksten Werten im Index.