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Börse Tokio schließt mit leichten Verlusten

Anhaltende Sorgen um die Staatsfinanzen einiger südeuropäischer Schuldner haben den japanischen Aktienmarkt am Dienstag weiter belastet.

"Viele Sorgen verunsichern die Anleger - die Probleme in der Euro-Zone, mögliche Regulierungen bei den US-Banken und die Sorge um Verknappungen bei der Kreditvergabe in China", sagte ein japanischer Analyst von Mitsubishi UFJ Securities. "Das bremst einen positiven Impuls der Bilanzvorlagen in Japan aus."

Die zuletzt schwach gelaufenen Aktien des Autobauers Toyota stabilisierten sich unterdessen mit einem Plus von 2,9 % auf 3.375 Yen. Nach dem Rückruf von Millionen von Autos wegen klemmender Gaspedale beordert Toyota nun auch seinen bisherigen Hybrid-Verkaufsschlager Prius sowie weitere Modelle wegen Bremsenproblemen in die Werkstätten.

Der weltgrößte Autobauer meldete den Rückruf beim Transportministerium in Tokio an. Betroffen sind 223.068 Autos von vier Modellen, neben dem Prius der Lexus HS250h, der Sai und der Prius Plug-In. Sie verfügen über die gleichen Bremsen wie die neue Prius-Serie.

Der Spielehersteller Nintendo, der 34 % seines Umsatzes in Europa macht, gab um 1,11 % auf 24.040 Yen nach. Die Aktien von Hoya einem Hersteller für optische Linsen, musste nach schwächer als erwarteten Zahlen um 1,81 % auf 2.274 Yen nachgeben.

Arg gebeutelt wurden die Papiere von Koito Industries. Der japanische Hersteller für Sitze, die unter anderem in den Flugzeugen von Airbus und Boeing Verwendung finden, brach um 33,47 % auf 159 Yen ein. Das Unternehmen teilte mit, bis zu 150.000 Sitze reparieren zu müssen.

Japans drittgrößte Bank Sumitomo Mitsui Financial sprangen um 2,1 % auf 2.831 Yen in die Höhe. Sumitomo Mitsui hat im abgelaufenen Quartal so gut verdient wie seit fast zwei Jahren nicht mehr. Wie das Geldhaus am Montag bekanntgab, lag der Nettogewinn von Oktober bis Dezember bei 124 Mrd. Yen. Damit verbuchte die Bank ein besseres Ergebnis als ihre größeren Rivalen Mitsubishi UFJ und Mizuho zusammen. Ein Jahr zuvor hatte Sumitomo lediglich 154 Mio. Yen verdient. An seiner Gewinnprognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr von rund 220 Mrd. Yen hielt das Geldhaus fest.