Börse Tokio schließt mit starken Abschlägen

Am Donnerstag

Börse Tokio schließt mit starken Abschlägen

Starker Yen belastet Exportunternehmen - Topix auf Sechs-Wochen-Tief.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Donnerstag starke Kursverluste hinnehmen müssen. Der Nikkei-225 Index schloss mit einem Minus von 376,85 Punkten oder 2,45 Prozent bei 15.007,06 Zählern. Der Topix Index verlor 32,09 Punkte oder 2,55 Prozent auf 1.224,09 Einheiten. 65 Kursgewinnern standen 1654 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 14 Titel.

Aufgrund der besseren Wirtschaftslage hatte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Mittwoch angekündigt, ihre Anleihenkäufe um 10 Mrd. Dollar zurückzufahren. Analysten stuften diese Entscheidung als nicht überraschend ein. Nachdem die türkische Lira ihren Abwärtstrend trotz starker Erhöhung des Leitzinses durch die türkische Zentralbank fortsetzte, war die Sorge über die Währungsturbulenzen in den Schwellenländer auf der Wall Street spürbar.

Schwache Vorgaben aus den USA und der immer noch starke Yen belasteten daher auch die Marktteilnehmer auf der japanischen Börse. Der Yen wird von Analysten als Zufluchtsort statt des Dollars gesehen. Das wirke sich negativ auf die Aktien aus. Der Topix sank auf ein Sechs-Wochen-Tief - trotz einer Reihe von Veröffentlichungen von über den Markterwartungen liegenden Ergebniszahlen.


Insbesondere Aktien von exportorientierten Unternehmen litten unter den Entwicklungen. So verloren Honda-Anteilsscheine 2,52 Prozent auf 3.903 Yen. Honda verdankt 83 Prozent seiner Autoverkäufe dem Ausland. Panasonic, die 48 Prozent ihres Gewinnes aus dem Ausland einholen, verloren 2,83 Prozent auf 1.200 Yen. Nissan, die 34 Prozent ihres Gewinns in Nordamerika einfahren, verzeichneten einen Kursabschlag von 2,41 Prozent auf 892 Yen.

Nach der Vorlegung von Nintendos Zahlen stürzten die Aktien des Videospielkonzerns um 4,31 Prozent auf 12.325 Yen ab. Die starke Konkurrenz durch die neue Playstation von Sony und die neue Xbox von Microsoft setzte den Verkaufszahlen der eigenen Wii U zu. Trotz schwacher Verkäufe möchte der Konzern dennoch an seinem Geschäftskonzept festhalten und weiter auf die Spielebranche setzen. Das Unternehmen kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 125 Mrd. Yen an. Damit handelt es sich laut Nintendo um 7,82 Prozent der Aktien.