Nikkei verliert sechs Prozent

Asien

Börse Tokio schließt mit Verlusten

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Nikkei-225 Index fiel 43,21 Punkte oder 0,51% auf 8.434,61 Zähler.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Mittwoch wegen der Herabstufung mehrerer Großbanken durch die Ratingagentur Standard & Poor's erstmals in dieser Handelswoche mit Verlusten geschlossen. Der Nikkei-225 Index fiel 43,21 Punkte oder 0,51 Prozent auf 8.434,61 Zähler. Der Topix Index schloss mit 728,46 Einheiten und einem Abschlag von 1,22 Punkten oder 0,17 Prozent.

Großbanken stünden wegen der Schuldenkrise in Europa weiter unter Druck, kommentierte ein Börsianer. Die Politik werde diesen Druck aufrechterhalten, um die Stabilität der Bankbilanzen zu gewährleisten. Das belaste die Gewinne der Institute. Zudem falle die Marktreaktion zurückhaltend aus, weil die Details über den Rettungsfonds keine Überraschung seien, erklärten Analysten von JPMorgan Chase in Tokio. Entscheidend für die Märkte sei die Frage, ob die Europäische Zentralbank in Zukunft eine aktivere Rolle spielen werde.

Unterdessen ist die japanische Industrieproduktion im Oktober im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Für November werde jedoch mit einem leichten Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet, bevor die Produktionsleistung im Dezember wieder um 2,7 Prozent zulegen dürfte. Die exportorientierte Wirtschaft des Landes leidet weiterhin unter dem Höhenflug des Yen und den Folgen der Erdbebenkatastrophe.

Aktien von Motoren- und Maschinenbauern mussten in Tokio Kursverluste hinnehmen. Mazda verloren mehr als zwei Prozent, Komatsu und Mitsubishi büßten ebenfalls rund zwei bis zweieinhalb Prozent ein. Der Speicherchiphersteller Elpida gab erneut über fünf Prozent ab. Zu den stärksten Einzelwerten gehörte der Videospielhersteller Konami mit rund fünf Prozent Aufschlag auf 2.286 Yen.

Unter den Bankenwerten verbilligten sich Mitsubishi UFJ um knapp ein Prozent auf 328 Yen. Sumitomo Mitsui Financial (SMFG) sanken um 1,04 Prozent auf 2.089 Yen.

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