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Aktienmarkt

Börse Tokio schließt nach Pause tiefer

Der Nikkei-Index verliert 2,76 Prozent oder 498,38 Zähler auf 17.571,83 Punkte.

Nach einer dreitägigen feiertagesbedingten Handelspause schließt die Börse in Tokio am Donnerstag tiefer. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte verlor 2,76 Prozent oder 498,38 Zähler und schloss bei 17.571,83 Punkten. Der breit gefasste Topix büßte 35,41 Punkte oder 2,42 Prozent auf den Stand von 1.426,97 Zählern ein.

Verluste an der Wall Street und anhaltende Sorgen um die schwächelnde chinesische Wirtschaft haben die Aktienkurse in Japan am Donnerstag gedrückt. Nun peilt Japans Ministerpräsident Shinzo Abe einem Medienbericht zufolge mit ehrgeizigen Reformversprechen einen Wachstumsschub an. Abe wolle seine Wirtschaftspläne auf einer Pressekonferenz am Donnerstag vorstellen, berichtete der Fernsehsender NHK. Die Regierung strebe vor allem Schritte zur Steigerung der Einkommen an. Abes Ziel sei es, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf 4,47 Billionen Euro (600 Billionen Yen) hochzutreiben. Das sind 22 Prozent mehr als im vergangenen Haushaltsjahr.

Branchenseitig hat der Abgas-Skandal von Volkswagen den Automarkt in den Fokus der Anleger gerückt. Die Situation wird als Risikofaktor für die japanischen Automobilhersteller bewertet und man befürchtet strengere Kontrollen, hieß es am Markt. Hohe Verluste von 6,80 Prozent mussten die Titel von Mazda Motor einfahren. Auf der Strecke blieben auch die Aktien von Honda Motor mit minus 2,95 Prozent sowie die Papiere von Nissan Motor mit minus 2,50 Prozent.

Auch die Zulieferer der Branche wurden in Mitleidenschaft gezogen. So verloren Aisin Seiki 7,39 Prozent und während NGK Spark Plug 4,04 Prozent sanken, fielen NTN sogar 8,52 Prozent.

Außerdem notierten Sharp 5,49 Prozent tiefer, nachdem der Display-Zulieferer für Apple eine Gewinnwarnung für sein erstes Halbjahr bekanntgab. Es könnte sogar ein Betriebsverlust für die ersten sechs Monate veröffentlicht werden. Zudem erwägt der Konzern den Verkauf von Anteilen des LCD-Sektors an Hon Hai Precision Industry oder an Japan Display, Mutter von Innovation Network Japan, schreibt das Nachrichtenportal "Bloomberg" und beruft sich dabei auf Insider. Detaillierte Geschäftsdaten werden am 30. September erwartet.