Börse Tokio schließt uneinheitlich

Am Dienstag

Börse Tokio schließt uneinheitlich

Technologiewerte und Ölpreisentwicklung standen am Dienstag im Fokus.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Dienstag den Handel mit uneinheitlichen Notierungen beendet. Während der Nikkei-225 Index 20,17 Punkte oder 0,19 Prozent auf 10.525,19 Zähler stieg, schloss der Topix Index mit 939,16 Einheiten und einem Abschlag von 2,47 Punkten oder 0,26 Prozent. Der Umsatz belief sich auf rund 1.328,55 (Vortag: 1.413,92) Mio. Aktien. 922 Kursverlierer standen 533 -gewinner gegenüber. Unverändert notierten 211 Titel.

Der japanische Aktienmarkt hat sich am Dienstag für keine einheitliche Richtung entscheiden können. Die Sorgen um die Entwicklung in der arabischen Welt hätten sich zumindest etwas gelegt, und das habe eine Entspannung am zuletzt unter Druck stehenden japanischen Aktienmarkt begünstigt, sagten Börsianer. Einige Anleger, die zuvor auf weiter fallende Kurse gesetzt hätten, hätten nun ihre Positionen mit Käufen wieder eingedeckt und das habe die Kurse insbesondere bei den Standardwerten gestützt. Dennoch seien die Probleme in Ländern wie Libyen nach wie vor nicht gelöst und entsprechend habe sich das Plus in Grenzen gehalten. Mit Argusaugen beobachteten Börsianer daher auch die Ölpreisentwicklung.

Technologiewerte standen Marktteilnehmern zufolge im Fokus. Mehrheitlich litten die Aktien aus dem Sektor unter den besonders schlechten Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq vom Vorabend, hieß es. So büßten Canon-Aktien 0,13 Prozent auf 3.835 Yen ein, Sony verloren 0,62 Prozent auf 2.908 Yen.

Auch die Schiffsindustrie stand im Blickpunkt der Anleger. Titel von Nippon Yusen gingen mit einem Minus von 2,54 Prozent bei 346 Yen aus dem Handel. Asiens größte Schiffslinie könnte erneut die Anzahl ihrer Containerschiffe um zehn Prozent reduzieren, um den Bedarf an Öl zu senken. Aktien von Kawasaki Kisen Kaisha verloren 2,81 Prozent auf 346 Yen und Papiere von Mitsui O.S.K. Lines schlossen mit einem Minus von 1,48 Prozent bei 532 Yen.

Gegen den Trend zeigten sich dagegen Hitachi mit einem Plus von 1,78 Prozent auf 514 Yen. Börsianer verwiesen auf die am Vortag bekanntgewordene Milliardenübernahme unter Festplatten-Herstellern. Der US-Hersteller Western Digital übernimmt für knapp 4,3 Milliarden US-Dollar das Geschäft mit der Datenspeicherung von dem japanischen Elektronikkonzern Hitachi Zosen.

Eine zweite geplante Übernahme sorgte ebenfalls für marktbewegende Impulse. Terumo, Hersteller diverser medizinischer Produkte, plane das US-Unternehmen CaridianBCT Holding zu einem Gesamtpreis von 2,63 Mrd. Dollar zu übernehmen. Titel von Terumo verteuerten sich um 3,23 Prozent auf 4.640 Yen.

Unter den Einzelwerten notierten Aktien von Hi-Lex zu Handelsschluss mit einem Plus von 2,56 Prozent bei 1.565 Yen. Der Kabelhersteller rechnet mit einem erwarteten Nettoeinkommen von 2,46 Mrd. Yen für das erste Halbjahr 2011, das am 30. April endet. Das wäre ein Anstieg von 46 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Zur Erinnerung: Bereits im ersten Quartal konnte das Unternehmen einen Anstieg des Nettoeinkommens von 15 Prozent verbuchen, das auf einen Umsatzanstieg von elf Prozent zurückzuführen war.

Titel der Shinsei Bank gingen mit einem Plus von 6,25 Prozent bei 119 Yen aus dem Handel. Einem Bericht des japanischen Finanzministeriums zufolge wolle der Kreditgeber neue Aktien zu einem Preis von 108 Yen je Aktie ausgeben, um eine Kapitalaufnahme von 71,2 Mrd. Yen zu erzielen.