Dow Jones legt 1,39 Prozent zu

Boeing stark

Dow Jones legt 1,39 Prozent zu

Mögliche Einigung auf EU-Gipfel unterstützt - US-Quartalszahlen im Blick.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Mittwoch mit festeren Kursen geschlossen. Auch an der Wall Street stützten Aussagen vom amtierenden EU-Ratspräsidenten Donald Tusk auf dem laufenden Gipfeltreffen. Die 17 Eurostaaten stehen nach Angaben von Tusk kurz vor einer Einigung auf Maßnahmen gegen die Euro--Schuldenkrise. "Wir sind einer gewissen politischen Einigung offensichtlich sehr nahe gekommen", sagte Tusk in Brüssel nach gemeinsamen Beratungen der 27 EU-Regierungschefs.

Der Dow Jones Industrial Index stieg 162,42 Punkte oder 1,39 Prozent auf 11.869,04 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann 12,95 Punkte (plus 1,05 Prozent) auf 1.242,00 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 12,25 Einheiten oder 0,46 Prozent auf 2.650,67 Zähler.

Auch die Beteiligung der Finanzinstitute an einem Schuldenschnitt für Griechenland werde in diesem Zusammenhang geregelt. Europa verordnet seinen Großbanken strikte Risikovorsorgen für einen teilweisen Schuldenerlass. Damit rücke ein Rettungspaket für das von der Pleite bedrohte Mittelmeerland näher.


Ins Blickfeld rückten auch neue US-Unternehmenszahlen. Bei Boeing sorgten ein weit über den Erwartungen liegender Quartalsgewinn und ein höherer Gewinnausblick für ein Kursplus von 4,46 Prozent auf 66,56 US-Dollar.

Der Ölkonzern ConocoPhillips hatte zwar angesichts von Anteilsverkäufen und Produktionsausfällen in Libyen einen Gewinnrückgang verzeichnet. Bereinigt um Sondereffekte wie diese Verkäufe oder steuerliche Veränderungen hatte das Unternehmen indes die Markterwartungen übertroffen. Die Aktien schlossen mit plus 1,71 Prozent auf 71,89 Dollar.

Dagegen schockte der Ausblick von Amazon auf das Weihnachtsquartal die Aktionäre, so dass die Titel um 12,66 Prozent auf 198,40 Dollar absackten. Der weltgrößte Online-Händler pumpt seit einiger Zeit massiv Geld in den Ausbau seines Geschäfts, scheint in seinem Wachstumsdrang aber die Kosten aus den Augen zu verlieren. Ausgerechnet im so wichtigen Schlussquartal könnte schlimmstenfalls ein Verlust von operativ bis zu 200 Millionen Dollar entstehen, hatte der Konzern gewarnt.

Die Aktien von Nasdaq OMX verloren ungeachtet des vierten Rekordquartals in Folge 0,57 Prozent auf 24,31 Dollar. Wegen des regen Handels an den Marktplätzen des Börsenbetreibers, der vor der Übernahme durch den Konkurrenten Deutsche Börse steht, waren die Umsätze um 18 Prozent nach oben geschnellt.

Der Autobauer Ford hatte unter gestiegenen Materialpreisen gelitten, weshalb der Gewinn trotz des gestiegenen Absatzes zurückgegangen war. Die Aktien reagierten mit einem deutlichen Minus von 4,51 Prozent auf 11,87 Dollar.