EZB-Rat hält aktuelles Zinsniveau für angemessen

Euro im frühen Handel über 1,36 Dollar

EUR-USD: Fester gegenüber dem Richtkurs vom Dienstag und gehalten gegenüber dem späten Devisengeschäft in New York. Gegenüber dem japanischen Yen tendierte und zum britischen Pfund zeigte er sich etwas fester. Zum Schweizer Franken notierte er gut behauptet.

Obwohl sich der Euro weiterhin oberhalb der Marke von 1,36 Dollar halten konnte, gibt es laut Marktteilnehmern weiterhin nur ein beherrschendes Thema - die Schuldenproblematik Griechenlands. Diese bringe weiterhin Abgabedruck auf die europäische Gemeinschaftswährung.

Um 9 Uhr hielt der US-Dollar gegen den Euro bei 1,3609 nach 1,3548 USD beim Richtkurs vom Dienstag. In New York war der Euro gegen den US-Dollar zuletzt mit 1,3608 USD aus dem Handel gegangen. Das britische Pfund notierte gegen den Euro um 9.00 Uhr mit 0,9085 gegenüber 0,9064 GBP zum Euro-Richtkurs am Dienstag.

Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone sind im Januar um 1,3 % im Jahresvergleich gesunken. Ökonomen hatten im Konsens mit einem Minus von 1,6 % gerechnet. Der Dezemberwert wurde von -1,6 % deutlich auf -0,5 % nach oben revidiert.

Euro und Pfund angeschlagen - Griechen-Bond steigt

Am Devisenmarkt haben die Investoren auch am Dienstag dem Dollar den Vorzug gegeben. Euro und Pfund bleiben Händlern zufolge vorläufig angeschlagen. Zwar erholten sich beide Währungen etwas, doch mochten Händler von einem Stimmungsumschwung nichts wissen.

Der Euro notierte am frühen Nachmittag mit 1,3580 Dollar etwa auf dem Vortagesniveau. Am Morgen war die Gemeinschaftswährung um gut einen Cent auf ein 9-1/2-Monats-Tief von 1,3435 Dollar gerutscht. Das Pfund verharrte weiter unter der psychologisch wichtigen Marke von 1,50 Dollar.

Unterstützt wurde der Euro von Aussagen der EU-Kommission, wonach die griechische Regierung die geplanten Reformen umsetzen und damit die Staatsfinanzen in den Griff bekommen will. Ein Aufruf der Gewerkschaften zu einem eintägigen Streik im öffentlichen Dienst gegen die Sparpläne löste aber wieder Euro-Verkäufe aus.

Derweil gab der Druck auf die griechischen Anleihen etwas nach. Die zehnjährige Staatsanleihe notierte in der Spitze mit 99,58 Punkten und rentierte 6,048 (Vortag 6,268) Prozent. Der Risikoaufschlag für griechische Anleihen sank zeitweise auf 294 (315) Basispunkte. CMA Datavision zufolge gab auch der Preis für Papiere, mit denen sich Investoren gegen Kreditausfall versichern können (CDS), deutlich nach.

Die Kurse der deutschen Bundesanleihen, die als richtungsweisend für die Euro-Zone gelten, gaben angesichts der freundlichen Stimmung an den Aktienmärkten nach. Der Bund-Future rutschte um 28 Ticks auf 124,05 Punkte.

Wichtige Ereignisse des Tages: DE&EZ Einzelhandelsumsatz, US ISM Service Index, Arbeitsmarktbericht